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Aktuelle Termine

STUDIENTAG ZUR INTERNATIONALEN KUNSTAUSSTELLUNG DRESDEN 1926

Im Rahmen des Projekts „Vom Gegenstand zum Exponat. Das Verhältnis von Objekt und Inszenierung in Ausstellungen des 20. und 21. Jahrhunderts“, gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, findet am Dienstag, den 29. Oktober 2019, Hermann-Glöckner-Raum des Albertinum der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden ein  STUDIENTAG ZUR INTERNATIONALEN KUNSTAUSSTELLUNG DRESDEN 1926 statt. Informationen zum Programm finden Sie hier.

Veranstaltungen - Archiv

 

 

Demokratisierung des Kunstbetriebs? Transformationsprozesse zwischen Ost und West 1960-1990

Wer bestimmt, was in einer Ausstellung hängt? Für wen und von wem soll Kunst gemacht werden? Wie sollen Geld und Aufmerksamkeit verteilt werden? Kann der Kunstmarkt demokratisch sein? Diese Fragen waren in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zentral, als in der Bundesrepublik Deutschland sowie in der DDR eine Demokratisierung der Kunst und des Kunstbetriebs angestrebt wurde. Unter verschiedenen Systembedingungen erprobten die Akteure die Umsetzung demokratischer Prinzipien wie Freiheit, Gleichheit, Partizipation und Pluralismus. Sie verliehen dem Demokratiebegriff Bedeutung, indem sie ihn in konkrete gesellschaftliche Praxis überführten.

Mit der Tagung "Demokratisierung des Kunstbetriebs?" am 11. Oktober 2019 sollen die unterschiedlichen Auslegungen und Umsetzungsversuche von Demokratisierung im Kunstbetrieb der Bundesrepublik und der DDR historisch vergleichend erkundet werden. 

Tagungskonzeption und -koordination Martin Hartung (ETH Zürich) und Norma Ladewig (FU Berlin) zusammen mit der Abteilung Forschung und wissenschaftliche Kooperation der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden.

Das Programm finden Sie hier.

Die Tagung wird gefördert durch die Fritz Thyssen Stiftung.

Vortrag

Von Bienen und Menschen – Ein Abend zur Natur und Kultur der Biene

Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden laden herzlich ein zur Veranstaltung Von Bienen und Menschen – Ein Abend zur Natur und Kultur der Biene am Mittwoch, dem 18. September, um 18 Uhr, im Japanischen Palais (Palaisplatz 11, Vortragsraum EG). Wir beleuchten das aktuell vieldiskutierte Thema Bienen aus zwei verschiedenen Perspektiven.Der Restaurator Volker Dietzel stellt seine 2019 publizierte Studie zur Federzeichnung „Die Imker“ von Pieter Bruegel dem Älteren aus dem Berliner Kupferstichkabinett vor, die nach 1565 entstand. Mithilfe historischer Imkerliteratur und bildlichen Darstellungen zeigt er neue Wege zum Verständnis von Bruegels Blatt auf. Der Journalist und Imker Bernhard Honnigfort wird von den Herausforderungen der Imkerei in der Stadt berichten und erläutern, warum Dresden ein großartiger Standort für das Halten von Bienen ist. Eine Honigverkostung rundet den Abend ab.

Foto eines Bienenschwarms an einem Kirschbaum im Preußischen Viertel, Dresden, 23. Mai. 2019, von Volker Dietzel
© Volker Dietzel
Bienenschwarm an einem Kirschbaum im Preußischen Viertel, Dresden, 23. Mai. 2019

Winckelmann-Vorlesung

Am 04.07.2018 findet um 18:30 Uhr im Hans-Nadler-Saal in Kooperation mit der TU Dresden die diesjährige Winckelmann-Vorlesung statt. Sie wird von Prof. Dr. Sebastian Schütze (Universität Wien) gehalten. Er spricht zum Thema: "Von Caravaggio bis Solimena: Neapolitanische Malerei in Wien und Mitteleuropa".

Neapolitanische Maler standen in Wien schon seit dem früheren 17. Jahrhundert hoch im Kurs. Fürst Karl Eusebius von Liechtenstein und Erzherzog Leopold Wilhelm erwarben bedeutende Gemälde von Jusepe de Ribera, der Baron Bartolotti von Partenfeld liess 1698 Luca Giordanos monumentalen „Erzengel Michael“ in der Minoritenkirche aufstellen und Karl III. (später Kaiser Karl VI.) konnte 1705 eine ganze Serie mit Marienszenen Giordanos aus der berühmten Sammlung des Almirante de Castilla erwerben. Besonders in den Jahren 1707-1734, als Neapel und Süditalien in Folge des Spanischen Erbfolgekrieges von den Österreichischen Habsburgern regiert wurden, intensivierte sich dieser Austausch und bedeutende Werke von Giacomo del Pò, Luca Giordano, Paolo de Matteis und vor allem Francesco Solimena fanden ihren Weg in die kaiserlichen Sammlungen, aber auch in die Paläste des Prinzen Eugen von Savoyen sowie der Vizekönige Wirich Philipp Lorenz Daun und Aloys Thomas Raymund Harrach. Noch heute besitzt die Harrachsche Gemäldegalerie in Rohrau bei Wien die wohl bedeutendste Sammlung neapolitanischer Malerei außerhalb Neapels. Ein Aufenthalt in der Werkstatt Solimenas gehörte für junge Künstler aus den Habsburgischen Kronländern nun beinahe zu den Voraussetzungen einer erfolgreichen Karriere. Auch im späteren 18. und im frühen 19. Jahrhundert blieb der künstlerische Austausch durch die Heirat von Maria Karolina mit Ferdinand IV. Bourbon, aber auch den kurzen Aufenthalt von Caroline Murat in Wien intensiv. Der Vortrag analysiert diesen auf ganz Mitteleuropa ausstrahlenden, außerordentlich produktiven Kunst- und Kulturtransfer und bezieht dabei laufende Forschungsprojekte ein.

Das Plakat zur Vorlesung finden Sie hier.

Tagung

Museum | 3-D | Digital

Weltweit ist die durch Forschung und technische Entwicklung vorangetriebene 3-D-Digitalisierung zunehmend ein interessanter Ansatzpunkt für Museen, insbesondere für die Bereiche Forschung, Restaurierung und Vermittlung. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden eröffnen in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Dresden im Jahr 2018 einen Diskurs zur 3-D-Digitalisierung.

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Dreitägiges Symposium, 13. – 15. September 2017

Die Rolle enzyklopädischer Museen in politisch komplexen Zeiten (in Europa)

Das Symposium verfolgt die Frage, welchen Beitrag die öffentlichen enzyklopädischen Museen angesichts der aktuellen Polarisierung der Gesellschaft leisten sollen, können und dürfen. 

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FRÜHJAHRSTREFFEN ARBEITSKREIS PROVENIENZFORSCHUNG e.V.

Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden – eine der international führenden Institutionen auf dem Gebiet der Provenienzforschung – waren vom 24. bis 26. April 2017 Gastgeber des Frühjahrstreffens des Arbeitskreises Provenienzforschung e.V. Der Arbeitskreis ist ein Zusammenschluss von Forscherinnen und Forschern aus Deutschland, Großbritannien, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz und den USA, die sich in ihren Treffen aktuellen Forschungsfeldern der Provenienzforschung widmen. Die Themenschwerpunkte des Treffens in Dresden wanden sich der Zeit seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges zu, in der Themen wie die Auslagerungen von Kunstwerken, Kriegsverluste, Rückführungen aus der Sowjetunion, die sogenannte Schlossbergung und schließlich auch Entziehungen nach DDR-(Un-)Recht eine Rolle spielten.

 

Weitere Informationen zum Arbeitskreis Provenienzforschung e.V. finden sie unter arbeitskreis-provenienzforschung.org.

Das Programm zum Frühjahrstreffen des Arbeitskreises Provenienzforschung finden Sie hier sowie  hier die Pressemitteilung.

Hans Posse

Hans Posse (1879-1942)  prägte als Direktor die Gemäldegalerie in Dresden, er engagierte sich als Kurator für die zeitgenössische Kunst – und er war Adolf Hitlers „Sonderbeauftragter für Linz“. Das ganze Spektrum seiner Tätigkeiten und die Person Posse in all ihrer Ambivalenz zu beleuchten, war das Ziel der von den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden am 5. und 6. Dezember 2013 veranstalteten Tagung.

Posse, der von 1910 bis zu seinem Tod der Dresdner Gemäldegalerie vorstand, war und ist umstritten. Gefördert von Wilhelm von Bode trat der erst gut 30jährige Kunsthistoriker sein Amt in Dresden an. Er führte die Gemäldegalerie leidenschaftlich und er hatte Visionen; Visionen, die nicht immer auf Gegenliebe stießen. Darüber hinaus agierte Posse u.a. als Kommissar des Deutschen Pavillons auf der Biennale in Venedig und prägte die Internationale Kunstausstellung 1926 in Dresden. Mit seinen Plänen für einen Galerieneubau und vor allem mit seinen Erwerbungen zeitgenössischer, später als „entartet“ diffamierter Kunst zog er sich den Zorn konservativer und reaktionärer Kritiker zu. Obwohl Posse sich nach dem Regierungsantritt der NSDAP 1933 keineswegs als Kämpfer für die „entartete“ Kunst profilierte, stand er weiter im Fokus der Kritik. Diese Stimmen sollten erst verstummen, als er 1939 von Adolf Hitler zum „Sonderbeauftragten für Linz“ ernannt wurde, um für ein gigantisches, nie realisiertes „Führermuseum“ in Linz an der Donau Kunstwerke zusammenzutragen. Dafür betätigte er sich zum einen als Großeinkäufer auf dem internationalen Kunstmarkt, zum anderen bediente er sich aber auch an beschlagnahmtem Besitz jüdischer Sammler. Dresden wurde durch ihn zu einem wichtigen Ort im NS-Kunstverschiebesystem.

Aus Anlass des 15. Jahrestages der Washingtoner Erklärung 1998 mit ihren Leitlinien zum Umgang mit beschlagnahmten Kunstwerken veranstalten die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden diese Tagung, die sich erstmals umfassend, auch über die Zeit des Nationalsozialismus hinaus, der Rolle Hans Posses im Kunst- und Museumsbetrieb widmete.
In zwölf Vorträgen beleuchteten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Deutschland und Österreich das ambivalente Wirken des Kunsthistorikers, Museumsdirektors und Sonderbeauftragten für das "Führermuseum" in Linz unter verschiedenen Gesichtspunkten.

Die Tagungsbeiträge wurden in Buchform veröffentlicht.

Das Tagungsprogramm finden Sie hier.

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