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Vergangene Veranstaltungen

© Image courtesy Walter Benjamin Archiv
Postkarte von Walter Benjamin Siegfried Kracauer in der „Frankfurter Zeitung“

Lisa and Heinrich Arnhold Lecture

Vortragsreihe

Lisa and Heinrich Arnhold Lecture

Montag, 5. Juli 2021, 18:30 Uhr

 

Schreiben von unterwegs: Postkarten von Walter Benjamin

Digitaler Vortrag von Liliane Weissberg (Christopher H. Browne Distinguished Professor in Arts and Sciences / Professor of German and Comparative Literature, ­University of Pennsylvania)

Die Postkarte wurde Mitte des 19. Jahrhunderts erfunden und galt von Beginn an als Medium der Moderne. Nachrichten konnten nun kurz, bündig und preiswert auf neue Weise versandt werden. Walter Benjamin war bereits als Kind von Bildpostkarten fasziniert. Er erbte die Sammlung seiner Großmutter und führte diese weiter, ließ sich durch Postkarten zu eigenen Schriften anregen und verschickte sie gerne an Kollegen und Freunde. Benjamin plante sogar die Veröffentlichung über die Philosophie der Postkarte. In ihrem Vortrag zeichnet Liliane Weissberg Benjamins Beziehung zur Postkarte nach – sowohl zum materiellen Produkt selbst als auch zu ihrer Funktion als Korrespondenzobjekt. Dabei verdeutlicht sie auch die Bedeutung der Postkarte für Künstler, Schriftsteller und Philosophen im frühen zwanzigsten Jahrhundert.

Die American Academy in Berlin und die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden laden zur Auftaktveranstaltung einer gemeinsamen Vortragsreihe, der „Lisa and Heinrich Arnhold Lecture“, ein.

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Jüdisches Leben in Deutschland

Vortragsreihe

Jüdisches Leben in Deutschland

Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden veranstalten anlässlich des Festjahres „2021. Jüdisches Leben in Deutschland“ eine dreiteilige digitale Vortragsreihe. Vorgestellt werden Ergebnisse verschiedener Forschungsprojekte des Dresdner Museumsverbunds, die sich in historischer Perspektive jüdischem Leben und jüdischer Kultur in Dresden widmen. Die Relevanz der Themen für die Gegenwart wird in Kommentaren aufgegriffen.

Die Vorträge finden in Zusammenarbeit mit HATiKVA e.V. Dresden statt.

 

Vorträge Jüdisches Leben

Mittwoch, 14.4.2021, 18 Uhr

Die Dresdner Familie von Klemperer - Vortrag von Anette Loesch und Kathrin Iselt mit einem Kommentar von Heike Liebsch

Die Familie von Klemperer war fest in der Dresdner Stadtgesellschaft verankert. Doch in den späten 1930er Jahren waren die von Klemperers aufgrund der politischen Situation in Deutschland und der zunehmenden Repressalien gegen jüdische Bürger*innen gezwungen, Zuflucht in anderen Ländern zu suchen. Damit entwurzelte der NS-Staat die einst angesehenen Bürger*innen Dresdens, beschlagnahmte deren Besitz, nahm ihnen das Zuhause. Heute erinnert in Dresden nur noch wenig an die einst so einflussreiche und angesehene Familie von Klemperer. Im Zentrum eines vom Deutschen Zentrum Kulturgutverluste geförderten Projektes steht zum einen die Erforschung der kostbaren Porzellansammlung des Bankiers Gustav von Klemperer, die die Geheime Staatspolizei 1938 „sicherstellte“ und die anschließend in die hiesige Staatliche Porzellansammlung gelangte. 1991 und 2010 konnten Porzellane bereits an die Nachfahren der Familie restituiert werden. Da etwa Dreiviertel aller Objekte nach wie vor als verschollen gelten, ist es ein Anliegen der Porzellansammlung Dresden, die Sammlung der Familie von Klemperer zu rekonstruieren. Zum anderen werden die Dresdner Villen, die von der Familie bewohnt wurden, vorgestellt, denn sie waren nicht nur Treffpunkt für wichtige internationale und Dresdner Gäste, sondern vor allem eines: das Zuhause der Familie.

Mittwoch, 19.5.2021, 18 Uhr

Unbekanntes zum „Juden-Cabinet“ im Wallpavillon des Zwingers - Vortrag von Michael Korey mit einem Kommentar von Laurie A. Stein

Im architektonisch aufwändigsten Pavillon des Dresdner Zwingers wurde ab den 1730er Jahren das „Juden-Cabinet“ aufgestellt. Besucher*innen des Zwingers konnten dort ein Jahrhundert lang durchaus Ungewöhnliches besichtigen: u.a. ein imposantes, detailreiches Modell des biblischen Tempels und eine mit allen Ritualgegenständen des zeitgenössischen Judentums ausgestattete Synagoge. Beides – Tempelmodell und nachgestellte Synagoge – wurden durch Friedrich August I. (August den Starken) erworben. An einem protestantischen Hof mit einem katholischen Herrscher entstand damit eine Art „jüdisches Museum“ – und zwar zu einem Zeitpunkt, als die Juden Dresdens selbst keine eigene öffentliche Synagoge bauen durften. 2010 fand vor Ort im Wallpavillon und im Sponsel-Raum des Neuen Grünen Gewölbes die Kabinettausstellung „Fragmente der Erinnerung. Der Tempel Salomonis im Dresdner Zwinger“ statt, die den Spuren des barocken Tempelmodells und diesem außergewöhnlich frühen Visualisierungsansatz des jüdischen Rituallebens nachging. Neue Funde seitdem zeigen, dass gerade die nachgestellte Synagoge im Zwinger eine Resonanz an mehreren europäischen Orten in der Mitte des 18. Jahrhunderts gefunden hatte. Der reich illustrierte Vortrag dokumentiert diesen weiteren Werdegang und versucht, die offenen Fragen um die noch relativ unbekannte Episode zum frühen Sammeln und Ausstellen von „Judaica“ und zur Bau- und Sammlungsgeschichte des Zwingers aufzuzeigen.

Mittwoch, 23.6.2021, 18 Uhr

Die Entlassung jüdischer Mitarbeiter*innen aus den Staatlichen Sammlungen für Kunst und Wissenschaft in Dresden 1933 - Vortrag von Karin Müller-Kelwin mit einem Kommentar von Daniel Ristau

Nur wenige Monate nachdem der NS-Staat 1933 das „Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums“ erlassen hatte, das die Entlassung jüdischer Beamter und Staatsangestellter forderte, wirkte sich dieses auch auf die Personalpolitik der Staatlichen Sammlungen für Kunst und Wissenschaft in Dresden aus: Die wenigen jüdischen Mitarbeiter*innen, wie der Kustos für Entomologie am Museum für Tierkunde, Fritz van Emden, und die beiden Mitarbeiterinnen des mittleren Dienstes an der Sächsischen Landesbibliothek, Anna Löwenthal und Lucie Walter, wurden entlassen. Emden emigrierte 1936 nach London, Löwenthal 1938 nach New York, Walter wanderte nach Palästina aus. Der Vortrag würdigt diese ehemaligen Mitarbeiter*innen und stellt ihre Biografien vor. Diese wurden erst kürzlich im Rahmen des DFG-Projekts „Zwischen Kunst, Wissenschaft und Politik – Museen im Nationalsozialismus. Die Staatlichen Sammlungen für Kunst und Wissenschaft in Dresden und ihre wissenschaftlichen Mitarbeiter“ der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden erforscht.

4. Tagung des Arbeitskreises Werkverzeichnis

Tagung

4. Tagung des Arbeitskreises Werkverzeichnis

Original! Kopie! Fälschung! Kennerschaftliche, juristische und merkantile Aspekte“  am 15. und 16. Oktober 2020

Veranstaltungsort: Albertinum, Eingang Georg-Treu-Platz, 01067 Dresden

Das Tagungsprogramm finden Sie hier!

AK Werkverzeichnis

STUDIENTAG ZUR INTERNATIONALEN KUNSTAUSSTELLUNG DRESDEN 1926

Studientag

INTERNATIONALE KUNSTAUSSTELLUNG DRESDEN 1926

Im Rahmen des Projekts „Vom Gegenstand zum Exponat. Das Verhältnis von Objekt und Inszenierung in Ausstellungen des 20. und 21. Jahrhunderts“, gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, fand am Dienstag, den 29. Oktober 2019, Hermann-Glöckner-Raum des Albertinum der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden ein  STUDIENTAG ZUR INTERNATIONALEN KUNSTAUSSTELLUNG DRESDEN 1926 statt. Informationen zum Programm finden Sie hier.

Der Isenheimer Altar. Eine Einführung in seine Bildwelt und ihre Interpretation

Vortrag

Der Isenheimer Altar. Eine Einführung in seine Bildwelt und ihre Interpretation

Andreas Prater, Prof. em. der Universität Freiburg 

Der im zweiten Jahrzehnt des 16. Jahrhunderts geschaffene Altar für das Antoniterkloster in Isenheim im Oberelsass ist das Hauptwerk des Mathis Gothart Nithart (genannt Grünewald). Als letzter monumentaler Wandelaltar der Spätgotik ist er zugleich eine der bedeutendsten Schöpfungen der deutschen Renaissance. Seine ikonographische Struktur spiegelt die besonderen Anforderungen an das Kloster und die Antoniter unter dem Marienpatroziniums der Kirche wider. Innerhalb dieser festgefügten Ordnung hat Grünewald einen Individualstil von beispielloser Innovation und Expressivität entfaltet.

Wann?

Mittwoch, 22. Januar, 18.30 Uhr

Wo?

Technische Universität Dresden, Institut für Kunst- und Musikwissenschaft, August-Bebel-Str. 20, 01219 Dresden, Hörsaal E 08

Symposium auf Schloss Augustusburg bei Chemnitz

ALL WE NEED IS CHANGE - Kulturelle Bildung und Veränderungsprozesse in Kulturbetrieben

ALL WE NEED IS CHANGE - Kulturelle Bildung und Veränderungsprozesse in Kulturbetrieben

Jede kulturelle Einrichtung sieht sich heute vor neuen Herausforderungen. Denn das Rezeptionsverhalten des Publikums ist einem grundlegenden Wandel unterworfen. Ebenso haben sich die Erwartungen an Ausstellungen, Theateraufführungen oder Museen spürbar gewandelt. Das Symposium auf Schloss Augustusburg lud ein, gemeinsam eine Definition für kulturelle Bildung zu finden.
Das Symposium Kulturelle Bildung richtete sich unter anderem an Museumsdirektoren/innen, Museumspädagogen/innen, Museologen/innen, Bildungsbeauftragte und Pädagogen/innen.

Informationen finden Sie hier.

© Augustusburg/Scharfenstein/Lichtenwalde Schlossbetriebe gGmbH/Dittrich
Schloss Augustusburg DEU/Sachsen/ Augustusburg (© Sylvio Dittrich +49 1772156417) Seit über 400 Jahren thront das Schloss Augustusburg 516 m über dem Zschopautal. Zwischen 1568 und 1572 ließ der sächsische Kurfürst August das weithin sichtbare Jagd- und Lustschloss errichten. In den vergangenen Jahrhunderten erlebte es eine wechselvolle Geschichte und manch bauliche Veränderung und stellt seit Jahrzehnten ein überaus beliebtes Ausflugsziel dar.
Tagung

Demokratisierung des Kunstbetriebs? Transformationsprozesse zwischen Ost und West 1960-1990

Das Interesse an Demokratisierungsprozessen und am Demokratiebegriff boomt. Im Rahmen einer wissenschaftlichen Tagung, die am 11. Oktober 2019 an den SKD stattfand, wurden die bildenden Künste in diese Debatte einbezogen. Welche Versuche wurden in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts unternommen, demokratische Prinzipien wie Freiheit, Gleichheit, Partizipation und Pluralismus im Kunstbetrieb umzusetzen und damit in eine konkrete gesellschaftliche Praxis zu überführen? Informationen zum Programm finden Sie hier.

Die Tagung wurde gefördert durch die Fritz Thyssen Stiftung.

Vortrag

Von Bienen und Menschen – Ein Abend zur Natur und Kultur der Biene

Die SKD luden am 18. September 2019 zu Von Bienen und Menschen – Ein Abend zur Natur und Kultur der Biene ein. Das aktuell vieldiskutierte Thema Bienen brachte viele Interessierte ins Japanische Palais. Zum einen stellte der Restaurator Volker Dietzel seine 2019 publizierte Studie zur Federzeichnung „Die Imker“ von Pieter Bruegel dem Älteren aus dem Berliner Kupferstichkabinett, die nach 1565 entstand, sehr anschaulich vor. Der Journalist und Imker Bernhard Honnigfort berichtete von den Herausforderungen der Imkerei in der Stadt. Eine Honigverkostung rundete den Abend ab.

Foto eines Bienenschwarms an einem Kirschbaum im Preußischen Viertel, Dresden, 23. Mai. 2019, von Volker Dietzel
© Volker Dietzel
Bienenschwarm an einem Kirschbaum im Preußischen Viertel, Dresden, 23. Mai. 2019
Vortragsreihe

Martin Roth Lectures

Zu Ehren des am 6. August 2017 verstorbenen Martin Roth veranstalten die SKD eine Vortragsreihe, die sich seinem einflussreichen Wirken als Museumsvisionär widmet. Im Fokus der fortan jährlich zu seinem Geburtstag am 16. Januar stattfindenden "Martin Roth Lectures" stehen somit nicht nur seine Dresdner Zeit als Direktor des Deutschen Hygiene-Museums und als Generaldirektor der SKD, sondern auch sein Wirken als Direktor des Victoria & Albert Museum in London sowie seine bedeutenden kulturpolitischen Leistungen.

Impressionen vergangener Lectures und Vorträge zum Nachhören finden Sie hier.

Vortragsreihe

Johann Joachim Winckelmann-Vorlesung

Die Dresdner Winckelmann-Vorlesungen finden jährlich als Veranstaltung der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden in Kooperation mit dem Institut für Kunst- und Musikwissenschaft der Technischen Universität Dresden statt.  In der diesjährigen Vorlesung am 26. Juni 2019 sprach Dr. Gabriel Zuchtriegel, Direktor der archäologischen Stätten von Paestum, im Residenzschloss zum Thema „‘Against Evolution‘. Paestum und die Anfänge der dorischen Architektur“.

Tagung

Museum | 3-D | Digital

Weltweit ist die durch Forschung und technische Entwicklung vorangetriebene 3-D-Digitalisierung zunehmend ein interessanter Ansatzpunkt für Museen, insbesondere für die Bereiche Forschung, Restaurierung und Vermittlung. Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden eröffnen in Zusammenarbeit mit der Technischen Universität Dresden im Jahr 2018 einen Diskurs zur 3-D-Digitalisierung.

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Dreitägiges Symposium, 13. – 15. September 2017

Die Rolle enzyklopädischer Museen in politisch komplexen Zeiten (in Europa)

Das Symposium verfolgt die Frage, welchen Beitrag die öffentlichen enzyklopädischen Museen angesichts der aktuellen Polarisierung der Gesellschaft leisten sollen, können und dürfen. 

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Logo mit Schriftzug

FRÜHJAHRSTREFFEN ARBEITSKREIS PROVENIENZFORSCHUNG e.V.

Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden waren vom 24. bis 26. April 2017 Gastgeber des Frühjahrstreffens des Arbeitskreises Provenienzforschung e. V. Der Arbeitskreis ist ein internationaler Zusammenschluss von Forscher*innen, die sich aktuellen Themen der Provenienzforschung widmen.

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Marion Ackermann, Generaldirektorin, hält eine Präsentation vor vielen Menschen

Hans Posse

Hans Posse (1879–1942) prägte als Direktor die Gemäldegalerie in Dresden, er engagierte sich als Kurator für die zeitgenössische Kunst – und er war Adolf Hitlers „Sonderbeauftragter für Linz“. Das ganze Spektrum seiner Tätigkeiten und die Person Posse in all ihrer Ambivalenz zu beleuchten, war das Ziel der von den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden am 5. und 6. Dezember 2013 veranstalteten Tagung. In zwölf Vorträgen widmeten sich Wissenschaftler*innen seinem Wirken unter verschiedenen Gesichtspunkten. 

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Georg Oehme, Bildnis Hans Posse, wohl Mitte der 1930er Jahre, Galerie Neue Meister, Gal.-Nr. 3426
Georg Oehme, Bildnis Hans Posse, wohl Mitte der 1930er Jahre, Galerie Neue Meister, Gal.-Nr. 3426 Georg Oehme, Bildnis Hans Posse, wohl Mitte der 1930er Jahre, Galerie Neue Meister, Gal.-Nr. 3426
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