Innenhof des Grassi-Museums, in der Mitte eine Rasenfläche

Das GRASSI Museum Leipzig

Wenige Schritte vom Stadtzentrum entfernt, erreichen Besucher die Leipziger Museumsinsel: Das Grassimuseum. Mit dem Museum für Völkerkunde zu Leipzig, dem Museum für Angewandte Kunst sowie dem Museum für Musikinstrumente vereint das einmalige Gebäudeensemble gleich drei Institutionen unter einem Dach. Neben den Dauer- und Sonderausstellungen laden auch die gestalteten Innenhöfe und Gärten sowie der anschließende parkähnliche historische Johannisfriedhof, drei Veranstaltungsräume, ein Museumsshop sowie ein Café zum Verweilen ein. Seinen Namen verdankt das Ensemble dem Kaufmann und Bankier Franz Dominic Grassi (1801-1880), der zum Ende des 19. Jahrhunderts den Vorgängerbau finanziert hatte. Bei dem schließlich von 1925 bis 1929 erbauten Grassimuseum handelt es sich um einen der wenigen Museumsneubauten der Zwanziger Jahre. Die Eisenfachwerkkonstruktion im Stil der Neuen Sachlichkeit ist mit Ornamenten des Art déco geschmückt und erhält ihren besonderen Charakter durch den rötlichen Porphyrtuff, der aus dem rund 60 Kilometer entfernten Rochlitz stammt. Heute steht das Gebäude unter Denkmalschutz und ist im sogenannten „Blaubuch“ kultureller Leuchttürme der neuen Bundesländer gelistet.

In der Nacht vom 3. auf den 4. Dezember 1943 sowie nochmals im Februar 1945 wurde der Museumskomplex durch Brand- und Sprengbomben schwer zerstört, auch die von Bauhaus-Vertreter Josef Albers (1888-1976) gestalteten Fenster des Treppenhauses überstanden den Krieg nicht. Enttrümmerungs- und Sanierungsarbeiten begannen zwar schon unmittelbar nach Kriegsende und auch erste provisorische Ausstellungen konnten bereits 1949 eröffnen. Doch zu DDR-Zeiten wurden lediglich die notwendigsten Maßnahmen zur Erhaltung des Gebäudes durchgeführt. Erst von 2001 bis 2005 wurde der Komplex grundlegend saniert und modernisiert. Seither bekrönt die Rekonstruktion der weithin sichtbaren „Goldenen Ananas“ – eine im Stil des Art déco aus gezackten Vasenformen zusammengesetzte Form – die Hauptfassade des Museums und gibt ihr nach gut 60 Jahren wieder ihre historische Silhouette zurück. Dank einer Spendenkampagne konnten am 4. Dezember 2011 auch die rekonstruierten Fenster von Josef Albers der Öffentlichkeit übergeben werden – neben der im Stil des Art déco gestalteten Pfeilerhalle sowie den rekonstruierten farbigen Treppenhäusern ein Highlight der Innenausstattung. 

Impressionen

Eintrittspreise

regulär8 €
ermäßigt6 €
unter 17frei
Gruppen ab 10 Personen7 €

Unsere Museen

Dauerausstellung

GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig

Seit vielen Jahren ist die ethnologische Museumslandschaft in Europa stark in Bewegung. Auch das GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig reagiert auf diese Diskurse

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Gebäudeüberblick

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Gebäude

GRASSI Museum Leipzig
Johannisplatz 5-11
04103 Leipzig
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