Kunstbesitz. Kunstverlust. Objekte und ihre Herkunft

Verlängerung der Ausstellungsstation in der Gemäldegalerie Alte Meister bis 16.06.2019: Der Wert von Kunstwerken liegt nicht nur in ihrer Ästhetik, sondern auch in ihrer Bedeutung als Zeugnis der Geschichte. Die Provenienzforschung befasst sich mit der Herkunft von Kunstwerken, deren Eigentümern und Besitzern. Kunstwerke können auf die verschiedenste Art ihren Besitzer wechseln: durch Verkauf, durch Schenkung, durch Beschlagnahmung, durch Raub - oder durch Restitution. Bis heute besitzen Fragen nach Besitz und Herkunft von Kunstwerken eine politische, rechtliche, moralische und emotionale Dimension.

  • Laufzeit 16.11.2018—02.06.2019

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Im Studiolo des Residenzschlosses verdeutlicht eine Präsentation zum "Sonderauftrag Linz", wie ausgehend von Dresden der NS-Kunstraub organisiert wurde. Weitere Stationen der Ausstellung - in der Porzellansammlung, der Gemäldegalerie Alte Meister sowie im Albertinum - beschäftigen sich mit verschiedenen Entziehungskontexten, wie etwa der Beschlagnahmung oder dem Raub von Kunstwerken in der NS-Zeit, der Enteignung des Adelsbesitzes nach 1945 - der sogenannten "Schlossbergung" - der Rückkehr von Kriegsverlusten oder dem staatlichen Entzug von Werken in der DDR.

Hölzerne Rückseite eines Gemäldes
© SKD
Bernardo Daddi, Enthauptung der heiligen Reparata, um 1345 Tempera auf Holz, Rückseitenansicht, Gemäldegalerie Alte Meister

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Große Bedeutung erhält in diesem Zusammenhang das Begleitprogramm: Vorträge renommierter Wissenschaftler*innen werden einen tiefen Einblick in die Aufgabenfelder der Provenienzforschung geben. Neben sammlungsübergreifenden, öffentlichen Führungen werden zudem altersspezifische Angebote für Schulklassen konzipiert. Diese können dazu beitragen, soziales Bewusstsein zu fördern und regionale wie überregionale politische Geschehnisse anhand von Museumsobjekten zu ergründen. Anlass zur Sonderpräsentation geben mehrere Jubiläen: 60 Jahre Rückführung der Kunstwerke aus der Sowjetunion, 20 Jahre "Washingtoner Prinzipien", die die rechtliche Grundlage zur Rückgabe von NS-Raubkunst bilden und zehn Jahre systematische Provenienzforschung im Projekt Daphne an den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden.

Männer begutachten ein Bild von Lucas Cranach dem Jüngeren
© Archiv, SKD
Rückkehr von vermissten Kunstwerken, 1959, hier im Bild: Lucas Cranach d. J., Bildnis eines Mannes

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Für Schulklassen besteht die Möglichkeit, an verschiedenen kostenlosen Vermittlungsangeboten im Rahmen des vom Sächsischen Staatsministerium für Kultus geförderten Programms W wie Werte teilzunehmen. Informationen hierzu finden Sie hier.

Impressionen

Online Collection

Die Ausstellung zeigt, auf welchen Wegen Kunstwerke ihren Besitzer wechselten und in die Dresdener Sammlungen gelangten oder auch verloren gingen. Die Objekte und ihre Geschichte sind eindrucksvolle Zeugnisse für die großen Verwerfungen des 20. Jahrhunderts.

Das digitale Sammlungskonvolut gibt Einblicke zu den in der Ausstellung gezeigten Objekten und Werken sowie deren Provenienzen.

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© Gemäldegalerie Alte Meister, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Foto: Hans-Peter Klut/ Elke Estel
Pietro Francesco Cittadini, Stillleben mit einem Hasen, um 1650 Öl auf Leinwand, 80 x 130 cm

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