Im Albertinum
Sächsische Markgrafen, Kurfürsten und Könige warten im Albertinum auf Kentridge. Hoch zu Ross und mit zahlreichen Begleitern paradieren sie im „Dresdner Fürstenzug“. In der Ausstellung begegnen sie in der Filminstallation „More Sweetly Play the Dance“ (2015), einer Prozession von schattenhaften Figuren, die – begleitet vom lebhaften Sound einer Brass-Band – durch eine karge Landschaft ziehen. Ein zweiter Film, „Oh To Believe in Another World“ (2022), thematisiert die begrenzte Haltbarkeit von Utopien. Ausgehend von der Musik Dmitri Schostakowitschs inszenierte Kentridge eine fiktionale Bildcollage, die vom Aufstieg und Fall der russischen Avantgarde während vier Jahrzehnten Sowjetherrschaft erzählt und dabei das fragile Verhältnis von Macht und Kunst aufzeigt.





