Anfassen erwünscht – Das Dresdner Residenzschloss en miniature

08. Dezember 2017

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Künftig werden Besucher*innen auch auf Fingerspitzen durch das Dresdner Residenzschloss spazieren gehen können und dabei die erhabene Pracht des gesamten Museumskomplexes von den Fassaden über die moderne Dachkonstruktion bis zur Sgraffito-Malerei im Innenhof ertasten können.
Die Nachbildung aus Bronze wiegt rund 200 Kilogramm und entstand für sehbehinderte, blinde, aber auch sehende Gäste. Damit sollen Inklusion und Barrierefreiheit an den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden weiter verbessert werden.
Das Tastmodell wurde von der Kunstgießerei Pfeifer im hessischen Stadtallendorf im Maßstab 1:125 angefertigt. Neben der jahrtausendealten Gießtechnik kamen auch Laserscanner und 3D Drucker zum Einsatz. Die detailgenaue Umsetzung erlaubt es Menschen mit einer Sehbeeinträchtigung sowohl einen schnellen Überblick zu erhalten als auch in die Besonderheiten des Gebäudes einzutauchen.
Ergänzend sind Beschreibungen in Blindenschrift integriert, die eine leichtere Orientierung ermöglichen. Dem sehenden Betrachter erschließen sich gleichfalls neue Eindrücke. So kann dieser anhand des Modells bauliche Strukturen einfacher nachvollziehen.
Gefördert wurde das Projekt durch das Sächsische Staatsministerium für Soziales und Verbraucherschutz mit Unterstützung des Sächsischen Staatsministeriums für Wissenschaft und Kunst. Die Kosten betrugen 135.000 Euro. Das Modell wird im Bärengarten vor dem Dresdner Residenzschloss aufgestellt.

Pressebilder- und -dossiers

Residenzschloss von außen
Residenzschloss Dresden © SKD, Foto: David Brandt
Das Residenzschloss en miniature
Das Residenzschloss en miniature © SKD, Foto: David Pinzer
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