Raum mit einer Vitrine
© Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Foto: Alexander Peitz

Kuratorik

Das Forschen mit künstlerischen und kuratorischen Mitteln in den Sammlungen der SKD anerkennt das Bestehende und setzt diese Erkenntnisse in Bezug zu Fragen der Gegenwart und Visionen der Zukunft. Ein transgenerationaler Prozess. Wichtig in diesem Prozess der Öffnung zu neuen Wissensformen ist ein kollaborativer Austausch, um eine epistemische Diversität des Objektes bzw. des Wissens darüber sichtbar zu machen. Eine Wissensposition ersetzt dabei nicht die andere. Im Gegenteil, diese kollaborative Methode arbeitet sammlungsübergreifend mit Archivalien und Beständen. Hierbei entwickelt die Kuratorik in Form des dialogischen Prozesses Modelle für die transdisziplinäre Verknüpfung unterschiedlicher Sichtweisen, kultureller Positionierungen, zeitlicher Kontexte und Geographien als multi-perspektivische Wissensgeschichte. Damit trägt die Kuratorik zur Sensibilisierung von Themen wie Transkulturalität, Diaspora, Vielstimmigkeit und Gerechtigkeit als Wissensprozesse maßgeblich bei. Der Raum des Ausstellens ist dabei nicht das Endprodukt der Forschung, sondern die Versuchsanordnung selbst. Damit wird die Forschung in ihrer Komplexität als Prozess der Öffentlichkeit transparent. Durch Fellowships für Künstler und Kuratoren, internationale Kooperationen und experimentelle Ausstellungsformate mit den Sammlungen auch unter Einbeziehung von Citizen Science wird dieser Ansatz sammlungsübergreifend entwickelt. Besonders in der strategischen Zusammenarbeit der Forschung mit dem Archiv der Avantgarden (AdA) - Egidio Marzona entstehen neue Modelle des Ausstellens als Hybride zwischen Sammeln, Forschen und Präsentieren. Dabei ist das Forschen mit künstlerischen Mitteln so alt wie die Dresdner Kunstkammer. Denn diese wurde um 1560 im Sinne der Verschränkung von Wissenschaft, künstlerischer Virtuosität und Technologie gegründet und war als eine der ersten Kunstkammern Europas öffentlich zugänglich. Daran knüpft die Kuratorik an.

Aktuelle Ausstellungen

Eine Ausstellung der Forschungsabteilung
02.02.–28.04.2024

Bis zum Sonnenaufgang. Sequenz 1: Verflochtene Internationalismen

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Filmstill OYOYO, 1980
© Filmuniversität Babelsberg KONRAD WOLF (Hochschule für Film und Fernsehen der DDR), 1980
Ausstellung der Abteilung Forschung in Kooperation mit der Semperoper Dresden
22.03.2024—21.07.2024

Candida Höfer: Kontexte. Eine Dresdner Reflexion

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Blick in den Zuschauerraum der Semperoper
© Candida Höfer, VG Bild-Kunst, Bonn 2024

Archiv

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Ausstellungsarchiv

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