„Und was sammelst du?” Museum für Sächsische Volkskunst sucht Menschen, die am 13. und 14. Juni 2026 ihre eigene Sammlung im Museum präsentieren wollen
14. April 2026„Sammeln Sie etwas?"
„Sammeln Sie etwas?“ – auf diese Frage antworten drei von vier Deutschen mit „Ja!“. Laut einer Umfrage des Online-Marktplatzes Catawiki aus dem Jahr 2024 gibt es in Deutschland 35 Millionen aktive Sammlerinnen und Sammler. Die Begeisterung fürs Sammeln umfasst Historisches und Aktuelles, Naturalien, Haushalts- oder Kunstgegenstände; sie reicht von Liebesbriefen über Eierbecher bis hin zu Autogrammen oder Comic-Heften. Es gibt kaum etwas, wofür die Leidenschaft nicht brennen kann.
Die Aktion „Und was sammelst du?“ des Museums für Sächsische Volkskunst der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) schaut auf solche privaten Kollektionen und bietet einigen Sammelnden am 13. und 14. Juni 2026 die Gelegenheit, ihre individuellen Schätze im Museum vorzustellen. Gesucht werden Erwachsene und Kinder mit besonderen Sammlungen. „Egal ob Schlüsselanhänger, Überraschungsei-Figuren oder ungewöhnliche Steine – uns interessieren nicht nur die Sammlungen, sondern auch, warum Menschen bestimmte Gegenstände sammeln und was sie motiviert, immer neue Stücke hinzuzufügen“, sagt Karsten Jahnke, der sich als Kurator hauptberuflich mit dem Sammeln befasst. „Als Museum sammeln, erforschen und bewahren wir materielle Zeugnisse, die wir in unseren Ausstellungen zeigen und so der Öffentlichkeit zugänglich machen. Auch private Sammlungen finden immer wieder den Weg zu uns, zum Beispiel als Nachlässe. Die meisten aber bleiben privat. Das wollen wir mit diesem Format ändern, zumindest für zwei Tage.”
Zur Präsentation im Juni sind Besucherinnen und Besucher eingeladen, mit denjenigen ins Gespräch zu kommen, die ihre Kollektionen im Museum zeigen. „Wir wollen mit der Aktion einen Anlass schaffen, sich über das Sammeln auszutauschen. Oft haben private Sammlerinnen und Sammler ganz spezielles Wissen und erzählen interessante Geschichten zur Herkunft und Funktion ihrer Stücke,” erklärt Mona Knorr, die am Museum für Sächsische Volkskunst für neue Veranstaltungsformate zuständig ist. „Mit diesen Begegnungen knüpfen wir an die alljährlichen Formate Ostern und Weihnachten im Jägerhof an, nur dass es dieses Mal nicht ums Selbermachen, sondern ums Sammeln geht.”
Interessierte können sich bis zum Sonntag, den 3. Mai 2026 mit einem kurzen Text über ihre Sammlung und maximal drei Fotos per E-Mail an vkm.sammeln(at)skdmuseum.info für die Teilnahme am 13. und 14. Juni 2026 bewerben. Dabei sollte erklärt werden, was genau gesammelt wird, welchen Umfang die Sammlung hat, wann sie ins Leben gerufen wurde und welche Motivation dahintersteht. Gezeigt werden kann, was sich auf einem Tisch unterbringen lässt. Nach dem Einsendeschluss wählt das Team des Museums die Teilnehmenden aus.