Einladung zur Eröffnung von "Papiere, Papiere – HfBK goes Hegenbarth"
28. April 2026Im Rahmen des
Im Rahmen des Ausstellungsprojekts „Papiere, Papiere“ zeigt das Kupferstich-Kabinett der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) gleich zwei Präsentationen: Ab dem 3. Mai 2026 treten im Josef-Hegenbarth-Archiv unter dem Titel „HfBK goes Hegenbarth“ Arbeiten von 18 Studierenden der Hochschule für Bildende Künste (HfBK) Dresden in den Dialog mit Werken von Josef Hegenbarth.
Im Format „AKZENT – Mind the Gap!“ werden zudem ab dem 4. Mai 2026 Werke der Künstlerinnen Dorothée Billard und Christiane Oertel im Residenzschloss präsentiert. Gemeinsam ist den beiden Ausstellungen der Fokus auf das Material Papier. Obwohl es durch die zunehmende Digitalisierung aus manchen Einsatzfeldern verdrängt wird, bleibt Papier ein vielseitig genutztes Medium, sowohl im Alltag als auch in der Kunst.
HfBK goes Hegenbarth
Als ältestes Museum für Kunst auf Papier im deutschsprachigen Raum lud das Kupferstich-Kabinett die Studierenden der HfBK Dresden dazu ein, sich künstlerisch mit den Wechselwirkungen unterschiedlicher Nutzungsformen von Papier auseinanderzusetzen. Das Projekt entstand in enger Zusammenarbeit mit Susanne Greinke, Kuratorin an der HfBK Dresden, sowie den Künstlerinnen Dorothée Billard und Christiane Oertel. Nach einer Ausschreibung im vergangenen Winter wurden aus über 30 Einreichungen 18 Positionen von einer gemeinsamen Kommission ausgewählt. Sie zeigen ein breites Spektrum künstlerischer Zugänge zum Material Papier und beleuchten dessen kulturelle Bedeutung aus unterschiedlichen Perspektiven. Zu sehen sind unter anderem Werke aus handgeschöpften Papieren und Arbeiten, die gewöhnliches Schulblockpapier, Schokoladenverpackungen oder Kassenbons auf humorvolle und zugleich tiefsinnige Weise integrieren.
In Gegenüberstellung mit den studentischen Arbeiten gewinnen die Zeichnungen von Josef Hegenbarth (1884–1962) neue Aktualität. Der Dresdner Künstler und Buchillustrator verstand es meisterhaft, die Eigenschaften des Papiers einzusetzen, um flüchtige Alltagsmomente lebendig festzuhalten. Ein Beispiel ist die Zeichnung „Stehendes Mädchen im karierten Rock“ (1950), in der die Struktur des Papiers mit der Darstellung des Stoffes korrespondiert.
AKZENT – Mind the Gap! Dorothée Billard & Christiane Oertel
Im Foyer und Studiensaal des Kupferstich-Kabinetts treten Arbeiten von Dorothée Billard und Christiane Oertel in einen Dialog mit Werken von Hans Hoffmann, Wilhelm Müller, Albert Wigand sowie Josef Hegenbarth. Dorothée Billard präsentiert ihre Werkgruppe „Micromega“, deren Zentrum eine Installation aus rund 800 Briefmarken bildet. Umgearbeitet zu feinteiligen Miniaturen, entfalten sie auf poetische und zugleich ironische Weise Visionen der Weltraumerkundung. Christiane Oertel, Leiterin der Werkstatt für Buch und Papier an der HfBK, entwickelte eigens für diese Ausstellung die Installation „Trost und Tränen“. Für dieses „Taschentucharchiv“ verarbeitete sie über Jahre gesammelte Stofftaschentücher zu neuen Papiertaschentüchern. Der künstlerische Prozess wird dabei zur Reflexion über familiäre Erinnerung. Die Installation aus Stoff- und Papiertaschentüchern, Briefen, Fotografien und verschiedenen Behältnissen ermöglicht Einblicke in das persönliche Denken und Arbeiten.
Begleitprogramm
„Papiere, Papiere“ wird von einem abwechslungsreichen Veranstaltungsprogramm begleitet. Angeboten werden Führungen an jedem ersten Sonntag des Monats sowie Kunstgespräche, zum Beispiel mit der Kuratorin Susanne Greinke und Studierenden der HfBK am 13. September 2026. Darüber hinaus finden zum Elbhangfest am 27. und 28. Juni 2026 Kunstworkshops für Groß und Klein im Josef-Hegenbarth-Archiv statt.
Weitere Informationen zum Programm
Papiere, Papiere – HfBK goes Hegenbarth
im Josef-Hegenbarth-Archiv
Laufzeit: 03.05.–06.12.2026
Öffnungszeiten: Sonntag 15–18 Uhr (Mai bis Oktober), 15–17 Uhr (ab November), Donnerstag nach Voranmeldung unter jha(at)skd.museum oder +49(0)351/ 49143211
Eintritt auf freiwilliger Basis
AKZENT – Mind the Gap! Dorothée Billard & Christiane Oertel
im Kupferstich-Kabinett, Residenzschloss (3. OG), Studiensaal und Foyer
Laufzeit: 04.05.–22.06.2026
Öffnungszeiten Studiensaal: Montag, Mittwoch und Donnerstag 10–13 Uhr und 14–15 Uhr. Freitag 10–13 Uhr, erster Samstag im Monat 10–13 Uhr
Eintritt frei
Für die Berichterstattung werden auf Nachfrage individuelle Ausstellungsführungen angeboten. Vertreterinnen und Vertreter der Presse sind zudem herzlich zur Eröffnung am Sonntag, den 3. Mai 2026, 15 Uhr eingeladen. Hierfür bitten wir um Anmeldung bis zum Donnerstag, den 30. April 2026, 14 Uhr über presse(at)skd.museum.
Kooperationspartner
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