Einladung zum Pressegespräch in Herrnhut

21. März 2022

Aufbruch. Netz. Erinnerung – 300 Jahre Herrnhut

Zum 300. Stadtjubiläum präsentieren die Brüdergemeine Herrnhut, das Unitätsarchiv der Evangelischen Brüder-Unität, das Heimatmuseum der Stadt Herrnhut und das Völkerkundemuseum Herrnhut der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden die gemeinsame Sonderschau „Aufbruch. Netz. Erinnerung – 300 Jahre Herrnhut“.

  • Laufzeit 09.04.2022—27.11.2022
Öffnungszeiten

täglich 9—17 Uhr, Montag geschlossen

  • Eintrittspreise regulär 3 €, ermäßigt 2 €, unter 17 frei, ab 10 Pers. 2,50 €

Einladung zum Pressegespräch für die Sonderausstellung „Aufbruch. Netz. Erinnerung – 300 Jahre Herrnhut“ am Freitag, 8. April 2022, 11 Uhr im Völkerkundemuseum Herrnhut

In der Ausstellung im Völkerkundemuseum Herrnhut illustrieren zahlreiche Dokumente, zum Beispiel die erste handschriftliche Gemeindeordnung von 1727, Objekte und Grafiken, Kupferstiche sowie Aquarelle das Stadtleben im Wandel der Zeit. Typisch für die religiösen Wurzeln Herrnhuts sind das Tablett mit Geschirr für eine „Liebesmahlfeier“, die Utensilien der Herrnhuter Lospraxis und die „Schwesternhäubchen“ mit Bändern in unterschiedlicher Farbe. Hervorzuheben sind auch die Bleiglasfenster zur Erinnerung an den Witwenhausbrand von 1921.

Sieben thematische Stationen geben Ein- und Ausblicke in 300 Jahre Geschichte der Herrnhuter und ihrer Stadt. Mit Porträts und Fotoaufnahmen zur Stadtgeschichte stellen sich die Herrnhuter ihren Besucher*innen vor. Begründet als Siedlung für protestantische Glaubensflüchtlinge aus Mähren, entwickelte sich Herrnhut rasch zu einem bedeutenden Platz für Handwerk und Handel, dessen heute vielleicht bekanntestes Produkt der Herrnhuter Stern ist. Durch Ausbreitung und Missionstätigkeit der Herrnhuter Brüdergemeine wurde der Ort zugleich zum Zentrum einer global vernetzten, kirchlichen Erneuerungsbewegung. Das Beil, mit dem Christian David, mährischer Zimmermann und späterer Herrnhuter Missionar, 1722 den ersten Baum Herrnhuts bearbeitete, steht für das Thema der Ortsgründung. Streifzüge in die biedermeierliche Blütezeit bilden das vielschichtige Erbe und die traditionsreiche Erinnerungskultur bis in die Gegenwart ab. Sowohl die Herrnhuter Stadtgesellschaft als auch das kirchliche Leben der Brüdergemeine werden beleuchtet. Der Thementisch „Die Welt kommt nach Herrnhut“ zeigt die Wechselwirkungen der globalen Vernetzung der Brüder-Unität durch Ausbreitung und Missionstätigkeit anhand von Objekten aus der Sammlung des Völkerkundemuseums Herrnhut auf.

Das Wirken der Herrnhuter in der Welt ist nicht nur in der Sonderausstellung präsent. Verschiedene Installationen zur Missionsgeschichte sind anlässlich des Jubiläums in der Dauerausstellung des Völkerkundemuseums zu finden und bieten schon jetzt kleine Schaufenster in deren Neukonzeption, die für die nächsten Jahre geplant ist. Zugleich knüpft die Sonderausstellung Verbindungen zu historischen Orten in der Stadt und lädt dazu ein, die Erkundung Herrnhuts mit einem Besuch im Heimatmuseum, im Kirchensaal der Brüdergemeine und in der Schauwerkstatt der Herrnhuter Sternemanufaktur fortzusetzen.

Wir möchten Sie zum Presserundgang einladen und bitten um Mitteilung Ihrer Teilnahme unter: presse@skd.museum. Bei ausreichender Anmeldungszahl kann ein Busshuttle Dresden-Herrnhut-Dresden zur Verfügung gestellt werden. Bitte teilen Sie uns bis zum
1. April 2022 mit, ob Sie an einer Nutzung des Shuttles interessiert sind.

Zur offiziellen Eröffnungsveranstaltung im Herrnhuter Kirchensaal, um 17.30 Uhr, spricht der Ministerpräsident des Freistaates Sachsen, Michael Kretschmer. Pressefotografen sind nach Akkreditierung zugelassen.

Ab dem 2. April 2022 wird eine neue Corona-Schutz-Verordnung in Kraft treten. Voraussichtlich entfällt die 3G-Regel für den Zutritt in Museen und das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes wird nur noch empfohlen.

Zur Ausstellung

Pressebilder- und -dossiers

Beil
Breitbeil des Ortsgründers Christian David © Heimatmuseum der Stadt Herrnhut, Foto: Herbert Boswank
Liebesmahltablett © Historische Sammlung der Brüdergemeine Herrnhut, Foto: Johanna Funke
Büste
Alfred Reichel: Nikolaus Ludwig von Zinzendorf, 1882 © Unitätsarchiv Herrnhut
Herrnhuter Stern mit Verpackung
Herrnhuter Stern, nach 1982 © Historische Sammlung Brüdergemeine Herrnhut, Foto: Johanna Funke
Violine mit Bogen
Violine mit Bogen aus Labrador, 1928 © Völkerkundemuseum Herrnhut, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Foto: Eva Winkler
Hohe Stiefel aus Seehundleder
Hohe Stiefel aus Seehundleder, Labrador, vor 1887 © Völkerkundemuseum Herrnhut, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Foto: Johanna Funke
Bucheinbände mit Papier, das rosa-rot marmoriert ist
Bucheinbände aus Herrnhuter Kleisterpapier, um 1759 © Evangelische Brüder-Unität Herrnhut, Foto: Johanna Funke
Lacktablett, das eine Straßenszene zeigt
Lacktablett „An der Straße nach Zittau“, um 1830 © Heimatmuseum der Stadt Herrnhut
Haarbild in einem goldenen Rahmen
Haarbild, um 1850 © Heimatmuseum der Stadt Herrnhut, Foto: Herbert Boswank
Lesezeichen
Lesezeichen „Schwerter zu Pflugscharen“, 1980 © Heimatmuseum der Stadt Herrnhut
Gedenkstein
Joachim Liebscher (Entwurf): Gedenkstein 1933 – 1945, 1987 © Heimatmuseum der Stadt Herrnhut, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Foto: Heinrich Schmorrde
Ausschnitt aus einem tibetanisch-englischen Wörterbuch
Tibetisch-Englisches Wörterbuches von H. A. Jäschke, Kyelang, 1880 © Völkerkundemuseum Herrnhut, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Foto: Johanna Funke
Holzplastik, die einen Mann mit Bart und Hose zeigt
Holzplastik „Missionar“, Rutenganio, um 1930 © Völkerkundemuseum Herrnhut, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Foto: Eva Winkler
Grafik, die die Fällung des ersten Baums zum Anbau Herrnhuts darstellt
Fällung des ersten Baums zum Anbau Herrnhuts, 1722 © Heimatmuseum der Stadt Herrnhut
Lesezeichen „Schwerter zu Pflugscharen“, 1981 © Heimatmuseum der Stadt Herrnhut
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