Audienzzimmer der Königin und Kleiner Ballsaal
Das Audienzzimmer der Königin und der Kleine Ballsaal im Georgenbau des Residenzschlosses zählen zu den ehemaligen Fest- und Repräsentationsräumen der Herrscherfamilie. Im Zweiten Weltkrieg weitgehend zerstört, wurden sie aufwändig rekonstruiert und erscheinen heute wieder im Stil des Historismus.
- Ausstellungsort Residenzschloss
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Öffnungszeiten
täglich
10—17 Uhr, Dienstag geschlossen
- Eintrittspreise regulär 18 €, ermäßigt 13,50 €, Schülerinnen und Schüler (unter 20 Jahre) 2 €, Kinder bis Schuleintritt frei, Gruppen ab 10 Pers. 16 €
Ballsaal
Das mit Marmorkamin, rotseidener Tapete und prächtigen Lüstern ausgestattete Audienzzimmer der Königin diente als Empfangsraum und Konversationszimmer bei Hofbällen. Es war Teil des Appartements der Königin, das zwischen 1734 und 1918 im zweiten Obergeschoss des Georgenbaus bestand. Heute werden hier neben Bildnissen von Königin Carola (1833–1907) und ihrem Gemahl König Albert (1828–1902) Jagdwaffen aus ihrem Besitz sowie ausgewählte Schuhe von Tänzerinnen und Herrscherinnen präsentiert. Das Audienzzimmer führt in das Münzkabinett und in den Kleinen Ballsaal.
Der Kleine Ballsaal entstand im Auftrag von König Johann 1865–1868 durch Hofbaumeister Bernhard Krüger. Damit der 115 m2 große Saal Tanz- und Musikveranstaltungen dienen konnte, wurde er ins Obergeschoss erweitert und um eine Musikerempore ergänzt. Kostbare Materialien wurden für seine Ausgestaltung gewählt: unterschiedliche Marmore in der Sockelpartie und an den Türgewänden, Wandflächen aus stucco lustro, Flügeltüren aus poliertem Palisanderholz, üppige Vergoldung an Gesimsen, Geländer und Deckengebälk sowie Kristalllüster der Pariser Firma Ferdinand Barbedienne. Mit einem Kammerball wurden der Kleine Ballsaal und das Audienzzimmer der Königin am 20. Januar 1869 eröffnet.
1945 zerstört, ist der Saal 2013–2019 ausgehend von den erhaltenen Originalpartien in der Wandnische und Teilen der originalen Lüster in aufwändiger Handwerksarbeit wiedererstanden.




