GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig feiert 50 Jahre Unabhängigkeit Papua-Neuguineas mit Sonderausstellung

28 November 2025

WanBel

Das GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig begeht das 50. Jubiläum der Unabhängigkeit Papua-Neuguineas mit einer Sonderausstellung. Vom 5. Dezember 2025 bis zum 28. Juni 2026 zeigt das Museum eine Auswahl herausragender Objekte aus der eigenen Sammlung. 

„WanBel“ bedeutet in einer der Amtssprachen des Inselstaates „one belly“ und steht sinnbildlich für Gemeinschaft, Zusammenhalt und gegenseitiges Verständnis. Gemeinsam mit dem Ministerium für Tourismus, Kunst und Kultur Papua-Neuguineas und seinen Einrichtungen – dem National Museum and Art Gallery, Port Moresby, sowie der Nationalen Kulturkommission (NCC) – fördert dieses Projekt die Zusammenarbeit ausgewählter Museen und kultureller Institutionen aus aller Welt. 

Die Leipziger Präsentation gehört zu einer Reihe von weltweiten Feierlichkeiten des Inselstaates in diesem Jahr. Unter dem Motto “WanBel – connecting Papua New Guineal cultural heritage across the world” beteiligen sich fast 50 Museen und Kultureinrichtungen mit eigenen Ausstellungen, Veranstaltungen und Workshops und teilen auf der digitalen Plattform https://wanbelglobal.squarespace.com ihre bedeutenden Kunstwerke. Entstanden ist damit die größte globale Ausstellung von Kunst aus Papua-Neuguinea, die für Millionen von Besucherinnen und Besuchern weltweit online zugänglich ist.

Neben der digitalen Präsenz lädt das Leipziger Völkerkundemuseum zu einer kleinen Sonderausstellung ein. Das Museum stellt aus seiner ca. 15.000 Objekte aus Neuguinea umfassenden Sammlung, die zwischen 1885 und 2025 durch Schenkungen und Ankäufe nach Leipzig kamen, 45 international bedeutende Objekte vor: darunter sechs Malanggan-Schnitzereien aus dem Bismarck Archipel. Die in rot, weiß, schwarz gehaltenen Friese und Standbilder zeigen menschliche Figuren und unterschiedliche Tierdarstellungen, die im Rahmen von Totengedenkfeiern entstanden. Die Schnitzkunst der Sepik-Region, vertreten durch einen reich verzierten Haken mit Ahnenfigur, einem Sprecherstuhl und zahlreichen figürlichen Amuletten, zeugt von der allgegenwärtigen Tradition der Ahnenverehrung in Papua-Neuguinea. Zudem vereint die Ausstellung bemalte und geschnitzte Schilde des Papua Golfs und der Sepik Region. Auch hier findet sich das Motiv menschlicher Darstellung in Form von großen stilisierten Gesichtern wieder. Weitere Stücke sind die eindrucksvollen Masken, die bei männlichen Initiationszeremonien getragen wurden: eine Geistermaske und eine Tanzmaske aus Tapa-Rindenstoffen. Diese traditionellen Künste zählen zum Kulturerbe Papua-Neuguineas, das bis heute gelebt wird.

Lars-Christian Koch, Direktor der Völkerkundemuseen in Leipzig, Dresden und Herrnhut: „Die Ausstellung zeigt, wie wichtig Netzwerke zwischen verschiedenen Museen und den Herkunftsländern in Zukunft sein werden. Nur so lassen sich Forschungsaufgaben gemeinsam lösen und in die Ausstellung für ein breiteres Publikum integrieren.“

 

Für die Berichterstattung werden auf Nachfrage individuelle Ausstellungsführungen angeboten. Vertreterinnen und Vertreter der Presse sind zudem herzlich zur Eröffnung am 4. Dezember 2025, 18 Uhr eingeladen. Hierfür bitten wir um Anmeldung über presse(at)skd.museum.

 

Presspictures and -dossiers

Eine große, dekorative Maske aus natürlichen Materialien, möglicherweise Leder oder Rindentuch, mit einem komplexen Muster und einem runden Rahmen an der Basis.
Kanipu-Tanzmaske (Me 14124), Papua-Neuguinea © GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig, Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Holzmaske
Maske "Kanipu" (Me 00109) © GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Foto: Kim Janke
Holzschnitzerei
Malangan-Schnitzerei (Me 08431) © GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Foto: Esther Hoyer
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