Forschung

Forschung ergänzt mit der Generierung neuen Wissens das Sammeln, Bewahren, Ausstellen und Vermitteln als Kernaufgaben des Museums.

Forschung und wissenschaftliche Kooperation

Forschung am Museum verbindet sammlungsbezogene Fragestellungen mit dem größeren wissenschaftlichen Diskurs. Die Forschung an den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) bedient sich vielfältiger wissenschaftlicher Methoden und Ansätze und arbeitet interdisziplinär. Die Kooperation mit Hochschulen, Forschungsinstituten und Museen im In- und Ausland ist für die Aktivitäten in diesem Bereich ebenso wesentlich wie eigene Formate zur Vermittlung von Forschungsergebnissen.

Untersuchung indischer Miniaturen
© SKD
Tagung

Demokratisierung des Kunstbetriebs? Transformationsprozesse zwischen Ost und West 1960-1990

Wer bestimmt, was in einer Ausstellung hängt? Für wen und von wem soll Kunst gemacht werden? Wie sollen Geld und Aufmerksamkeit verteilt werden? Kann der Kunstmarkt demokratisch sein? Diese Fragen waren in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zentral, als in der Bundesrepublik Deutschland sowie in der DDR eine Demokratisierung der Kunst und des Kunstbetriebs angestrebt wurde. Unter verschiedenen Systembedingungen erprobten die Akteure die Umsetzung demokratischer Prinzipien wie Freiheit, Gleichheit, Partizipation und Pluralismus. Sie verliehen dem Demokratiebegriff Bedeutung, indem sie ihn in konkrete gesellschaftliche Praxis überführten.

Mit der Tagung "Demokratisierung des Kunstbetriebs?" am 11. Oktober 2019 sollen die unterschiedlichen Auslegungen und Umsetzungsversuche von Demokratisierung im Kunstbetrieb der Bundesrepublik und der DDR historisch vergleichend erkundet werden. 

Tagungskonzeption und -koordination Martin Hartung (ETH Zürich) und Norma Ladewig (FU Berlin) zusammen mit der Abteilung Forschung und wissenschaftliche Kooperation der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden.

Das Programm finden Sie hier

Termin: Freitag, 11. Oktober 2019, 9:30 bis 17:30 Uhr

Veranstaltungsort: Japanisches Palais, Palaisplatz 11, 01097 Dresden, Vortragsraum EG

Um Anmeldung bis zum 7. Oktober 2019 wird gebeten unter FwK@skd.museum

Die Tagung wird gefördert durch die Fritz Thyssen Stiftung.

Fortbildungsprogramm

Henry Arnhold Dresden Summer School

Die Henry Arnhold Dresden Summer School ist ein interdisziplinäres Programm für junge Wissenschaftler und Museumsfachleute. Als gemeinsames Projekt der TU Dresden, des Deutschen Hygiene-Museums Dresden, des Militärhistorischen Museums der Bundeswehr, der Sächsischen Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden und der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden kann die Dresden Summer School auf ein Netzwerk hochrangiger Partner zurückgreifen. Ziel ist es, gemeinsam mit den Experten der beteiligten Häuser sowie mit hochrangigen Referenten aktuelle Fragen des Selbstverständnisses und der zukünftigen Ausrichtung von Sammlungs- und Ausstellungsinstitutionen zu diskutieren. Dabei sollen grundsätzliche theoretische Konzeptionen ebenso eine Rolle spielen wie konkrete praktische Handlungsansätze. Die Summer School 2019, die vom 23. September bis zum 2. Oktober stattfinden wird, widmet sich dem Thema "Der Kampf um die Wahrheit. Kulturinstitutionen im Fokus gesellschaftlicher Polarisierungen".

Zur Ausschreibung

 

 

© Andre Wirsig
Henry Arnhold Dresden Summer School 2018 Henry Arnhold Dresden Summer School 2018 „Identität in der globalen Welt“ der TU Dresden Foto: André Wirsig für die TU Dresden

Deutsch-Amerikanisches Austauschprogramm zur Provenienzforschung für Museen

Das deutsch-amerikanische Austauschprogramm PREP (Provenance Research Exchange Program) ist im März 2019 mit 23 Teilnehmer*innen zum intensiven Fachaustausch und Workshops an den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden zu Gast.

Nähere Informationen finden Sie hier.

© David Pinzer Fotografie

Oskar Zwintscher. Das unbekannte Meisterwerk

Forschungs- und Ausstellungsprojekt

Werke und Dokumente gesucht

Das Albertinum widmet dem Maler Oskar Zwintscher (1870-1916) und der Kunst um 1900 im Herbst 2021 eine umfassende Ausstellung.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Aus der Forschung

Recherche-, Erfassungs- und Inventurprojekt

Daphne

Ein alle Museen umfassendes Forschungsgebiet an den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden ist die Provenienzrecherche. Im Rahmen des Recherche-, Erfassungs- und Inventurprojekts Daphne erforschen Wissenschaftler die Herkunft von Objekten und bereiten ggf. ihre Restitution an die ehemaligen Eigentümer bzw. deren Erben vor. Systematisch werden die Provenienzen sämtlicher Zugänge seit 1933 untersucht - die SKD nehmen in diesem für die Museen so wichtigen Bereich eine Vorreiterrolle ein.

Mitarbeiter, die sich Objektfotos anschauen
© SKD
Institutionelle Kooperationen

DRESDEN-concept

Die Zusammenarbeit mit Hochschulen, Forschungsinstituten und Museen im In- und Ausland ist für die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden von großer Bedeutung und unverzichtbar für den Wissenschaftsaustausch. Besonders eng sind die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden über den Verbund DRESDEN concept e.V., der die Zusammenarbeit zwischen der Technischen Universität Dresden und außeruniversitären Forschungseinrichtungen strukturiert und fördert, in die Dresdner Wissenschaftslandschaft eingebunden.

Drei Personen sitzen nebeneinander
© 2016 André Wirsig
Internationale Kompetenz

Wissenschaftlicher Beirat

Nicht nur lokale wie nationale Kooperationen sind Teil des Grundverständnisses der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, sondern auch eine internationale Vernetzung spielt eine wichtige Rolle. Deshalb vereint der wissenschaftliche Beirat renommierte Wissenschaftler verschiedener Disziplinen und erfahrene Museumsdirektoren aus Dänemark, Deutschland, England und Frankreich.

Gruppenbild von Museumsdirektoren vor Eingang der Schlosskapelle
© SKD
Rückseite des Gemäldes Enthauptung der heiligen Reparata
© SKD, Foto: Elke Estel/Hans-Peter Klut

Provenienzforschung

Ein alle Museen umfassendes Forschungsgebiet an den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden ist die Provenienzrecherche. Im Rahmen des Recherche-, Erfassungs- und Inventurprojekts Daphne erforschen Wissenschaftler*innen die Herkunft von Objekten und bereiten ggf. ihre Restitution an die ehemaligen Eigentümer bzw. deren Erben vor. Systematisch werden die Provenienzen sämtlicher Zugänge seit 1933 untersucht - die SKD nehmen in diesem für die Museen so wichtigen Bereich eine Vorreiterrolle ein.

Mehr erfahren

Archiv

Briefe und Dokumente im Detail
© SKD

Das Archiv

Das Archiv der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden erschließt und verwahrt das Schriftgut der Museen und Sammlungen der SKD (ohne SES) und deren Vorgängerinstitutionen sowie der Verwaltung und Querschnittsabteilungen. Zum Bestand des Archivs gehören ebenfalls Nachlässe ehemaliger Mitarbeiter und von Künstlern, ein Pressearchiv und ein Fotoarchiv.

Bestandsübersicht

Das Archiv befindet sich in den Räumen der Kunstbibliothek im Residenzschloss. Die verantwortliche Archivarin ist Vera Wobad.

Öffnungszeiten: wochentags 10-18 Uhr, Aktenbestellung von 10-16 Uhr

Für weitere Informationen oder zur Kontaktaufnahme.

Für verschiedene Projekte der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden ist das Archiv Grundlage, Baustein und Unterstützer gewesen:

Briefwechsel zwischen Käthe Kollwitz und Max Lehrs, 1898–1923

Museen im Nationalsozialismus

Forscher

Wissenschaftler*innen und Projekte

Die Wissenschaftler*innen der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden und das Spektrum ihrer Forschungsansätze und -themen werden auf der Plattform Forschung vorgestellt.

Zur Plattform Forschung

Roboter vor Gemälde
© SKD
Forschungsprogramm

Sammlungsübergreifende Forschung

Die beiden auf eine mehrjährige Laufzeit angelegten Forschungsprogramme Europa/Welt und Forschungsreisen im Depot förderten mit ihren vielfältigen Teilprojekten und Ausstellungen eine erweiterte und diskursive Sicht auf die Sammlungsbestände der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. In der Zusammenarbeit mit internationalen Partnern wurden forschungs- und gesellschaftsrelevante Fragestellungen entwickelt und in die wissenschaftliche und kuratorische Arbeit an den SKD integriert.

Europa/Welt

Besucher betrachten Gemälde
© SKD, Foto: David Pinzer
Ausstellungsansicht Gemäldegalerie Alte Meister
Conference

Porcelain Circling the Globe

On 13-14 June 2018, the Porzellansammlung Dresden hosted the international conference “Porcelain Circling the Globe. International Trading Structures and the East Asia Collection of Augustus the Strong (1670–1733)” in Dresden. Speakers included scholars from China, Japan, the Netherlands, France, and Germany.

Read more

© Matthias Rietschel

Ansprechpartner

Hasta arriba