Einladung zum Pressegespräch | Der andere Großmogul

02. Juni 2020

Das Kunstgewerbemuseum zu Gast im Neuen Grünen Gewölbe

Das Kunstgewerbemuseum zu Gast im Neuen Grünen Gewölbe

Mit der Sonderausstellung “Der andere Großmogul” lädt das Kunstgewerbemuseum der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) zu einer fantastischen Reise durch das Indien der Mogulherrscher in den Sponselraum des Neuen Grünen Gewölbes ein. Rund 100 Objekte, alle zusammen in einen Reisekoffer passend, entführen die Besucher*innen in eine zauberhafte und exotische Welt en miniature, die es heute so nicht mehr gibt.

  • Laufzeit 21.03.2020—05.10.2020
  • Öffnungszeiten täglich 11—17 Uhr, Dienstag geschlossen
  • Eintrittspreise regulär 14 €, ermäßigt 10,50 €, unter 17 frei, ab 10 Pers. 12,50 €, Audioguide frei

Großmogul 1

Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen drei Figurengruppen; filigran in Elfenbein geschnitzt und bis hin zu den Accessoires detailgetreu in kräftigen Farben und in Gold bemalt. Sie zeigen mit fast dokumentarischer Genauigkeit höfische Szenen zeitgenössischer Fürsten: einerseits des kunstliebenden vorletzten indischen Mogulherrschers Muhammad Akbar II. (reg. 1806–1837), andererseits des tatkräftigen Sikh-Herrschers Ranjit Singh, genannt der „Löwe des Punjab“ (reg. 1799–1839).

Musiker, Reitelefanten, Figuren des Königsspiels Schach, aber auch fein gemalte Schmuckminiaturen bedeutender historischer Gebäude wie die Festungs- und Palastanlage Rotes Fort in Delhi oder das Taj Mahal, Blätter mit Szenen aus dem Leben indischer Prinzessinnen, Münzen oder eine Kopie des berühmten Koh-i-noor Diamanten komplettieren das Bild des muslimischen fürstlichen Indiens im 18. und 19. Jahrhundert.

Die Präsentation mit Leihgaben aus den Museen der SKD, darunter das Kupferstich-Kabinett und das Museum für Völkerkunde Dresden, und Privatbesitz steht in einem reizvollen Kontrast zum berühmten „Thron des Großmoguls Aureng-Zeb", dem kuriosesten Beispiel spätbarocker Juwelierskunst, Hauptwerk Johann Melchior Dinglingers und eines der Highlight-Objekte im Neuen Grünen Gewölbe. Die Ausstellung lädt das Publikum zum genauen Hinschauen, Staunen und Vergleichen ein.

Die „Reiseleitung“ übernimmt der Kurator Roland Steffan. In einem gedruckten Reiseführer teilt er sein durch großes Interesse und Liebe zum Land geprägtes Wissen mit allen Besucher*innen. Persönlich entführt er zusätzlich am 21. Juni, 6. September und 4. Oktober 2020 in das über 6.000 Kilometer Luftlinie entfernte „Paradies auf Erden“, wie es in einer Inschrift in der Festungs- und Palastanlage am Roten Fort in Delhi zu lesen ist.

Die Ausstellung ist bis zum 4. Oktober 2020 zu sehen.

 

Um die hygienischen Anforderungen in Zeiten von Corona zu berücksichtigen, ist eine Anmeldung zum Pressetermin bis Donnerstag, den 4. Juni 2020, 18 Uhr, über presse@skd.museum unbedingt erforderlich. Bitte beachten Sie, dass Sie zum Pressetermin einen Mund-Nasen-Schutz tragen und vor Ort untereinander der Abstand zu berücksichtigen ist.

 

Aktuelle Informationen zu Öffnungszeiten, Programm und Besuchsmodalitäten finden Sie jederzeit auf der Webseite der SKD www.skd.museum.

Pressebilder- und -dossiers

Große Musik- und Tanzaufführung für den Mogulherrscher Muhammad Akbar II. Elfenbein geschnitzt, bemalt und vergoldet, Teakholz; Podest: Breite 30,1 cm, Tiefe 22,7 cm; Figuren: Höhe ca. 6,5 cm Delhi; 1. Hälfte 19. Jh.
© SKD, Foto: Klut/Estel
Figürliche Umsetzung des Melodietypus "Todi Ragini", 1. Hälfte 19. Jahrhundert Elfenbein, geschnitzt, Indien
© Kunstgewerbemuseum
Prunkvoll aufgezäumter Staatselefant mit der Sänfte ("hauda") des Herrschers, 2. Hälfte 19. Jahrhundert Elfenbein, geschnitzt,Murshidabad/Bengalen
© Kunstgewerbemuseum
Ansicht des Taj Mahal in Agra (Einsatz einer Brosche), Mitte 19. Jahrhundert Malerei auf Elfenbein, Indien, Delhi (?)
© Kunstgewerbemuseum
Modell einer monolithischen Mamorgitterwand ("Jali"), 19./20. Jahrhundert Alabaster, gesägt, geschnitten, Indien
© Kunstgewerbemuseum
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