Deutsch-Amerikanisches Austauschprogramm zur Provenienzforschung kommt nach Dresden

11. März 2019

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In der Zeit vom 17. bis 22. März 2019 sind die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) Gastgeber für das Deutsch-Amerikanische Austauschprogramm zur Provenienzforschung. PREP steht für German/American Provenance Research Exchange Program for Museum Professionals und richtet sich an Museumsfachleute. Es wird seit 2017 gemeinsam mit der Stiftung Preußischer Kulturbesitz, der Smithsonian Institution, dem Metropolitan Museum of Art, dem Getty Research Institute, dem Zentralinstitut für Kunstgeschichte und dem Deutschen Zentrum Kulturgutverluste durchgeführt und dient der systematischen Vernetzung von Provenienzforscher*innen und Kurator*innen in Museen beider Länder.

Nach Treffen in New York und Berlin (2017) sowie Los Angeles und München (2018) kommt PREP in diesem Frühjahr nach Dresden. Hier treffen sich 23 Teilnehmer*innen aus Deutschland und den USA an den SKD zu einem intensiven Fachaustausch zur Erforschung des nationalsozialistischen Kunstraubs. Das zweite Treffen dieses Jahres findet im Oktober in Washington D.C. statt.

Dabei können die SKD mit ihren insgesamt 15 Museen und Sammlungen eine außergewöhnlich große thematische Vielfalt bieten, die unterschiedlichste Aspekte der Provenienzforschung berücksichtigt. Mit dem Daphne-Projekt erfolgt an den SKD bereits seit über 10 Jahren die systematische Erforschung der eigenen Bestände, die ganz unterschiedliche Kunstgattungen umfassen und Fälle aus diversen Entziehungskontexten aufweisen. In Dresden werden sich die Teilnehmer*innen zu Forschungsmethoden austauschen sowie über eine bessere Sichtbarkeit der Forschungsergebnisse für die Offentlichkeit und Möglichkeiten der Vermittlung diskutieren. Auch die aktuell stattfindende Sonderpräsentation Kunstbesitz. Kunstverlust. Objekte und ihre Herkunft, die noch bis zum 25. März 2019 einen Überblick über die Provenienzforschung an den SKD gibt, ist Gegenstand des Programms.

Um die Forschungen zum NS-Kunstraub sichtbar zu machen, richtet sich PREP mit zwei kostenfreien Veranstaltungen auch an die interessierte Öffentlichkeit:


RAUB UND RESTITUTION DER SAMMLUNG GUSTAV UND VICTOR VON KLEMPERER
Öffentliche Abendveranstaltung, Anmeldung unter FwK@skd.museum
Donnerstag, 21. März 2019, 19 Uhr in der Fürstengalerie des Residenzschlosses

Grußworte und Einführung:
Marion Ackermann, Generaldirektorin der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden
Jane Milosch, Direktorin, Provenance Research Exchange Program, Smithsonian Institution, Washington, D.C.

Präsentationen:
Michaela Howse, Designerin und Kuratorin, Vertreterin der Familie Klemperer, Kapstadt
Anette Loesch, Oberkonservatorin der Porzellansammlung, Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Sabine Rudolph, Rechtsanwältin, Heimann Hallermann Rechtsanwälte Partnerschaft mbB Dresden

Moderation:
Laurie Stein, Senior Provenance Advisor PREP, Smithsonian Institution, Washington, D.C.


KUNSTBESITZ – KUNSTVERLUST / ART OWNED – ART LOST
Öffentliches Kolloquium in englischer Sprache, Anmeldung unter FwK@skd.museum
Freitag, 22. März 2019, 9–13 Uhr im Residenzschloss, Hans-Nadler-Saal

Weiterführende Informationen finden Sie hier:
https://www.skd.museum/forschung/provenienzforschung/austausch/austausch/prep/
sowie auf den Seiten unserer Partnerinstitutionen:
https://www.preussischer-kulturbesitz.de/schwerpunkte/wissenschaft-und-forschung/forschungsunterstuetzung/austauschprogramm-zur-provenienzforschung.html

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