Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden laden zum Frühjahrstreffen des Arbeitskreises Provenienzforschung e.V.

24. April 2017

Mit dem seit 2008 vom Freistaat Sachsen geförderten „Daphne-Projekt“ gehören die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) international zu den führenden Institutionen auf dem Gebiet der Provenienzforschung. In diesem Jahr sind sie Gastgeber des Frühjahrstreffens des Arbeitskreises Provenienzforschung e.V. Die Tagung findet in der Zeit vom 24. bis 26. April 2017 im Dresdner Residenzschloss statt.

Die Themenschwerpunkte des diesjährigen Treffens greifen aktuelle Forschungsfelder der Provenienzforschung an den Museen im Osten Deutschlands auf und wenden sich der Zeit seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges zu, in der Themen, wie die Auslagerungen von Kunstwerken, Kriegsverluste, Rückführungen aus der Sowjetunion, die sogenannte Schlossbergung und schließlich auch Entziehungen nach DDR-(Un-)Recht eine Rolle spielten. Diese Fragestellungen, die nach wie vor die Provenienzforschung in den neuen Bundesländern bestimmen, gewinnen zunehmend Bedeutung auch für Museen, Händler und Sammler in den alten Bundesländern und in Westeuropa.

Bereits seit 2000 existiert in Deutschland ein Arbeitskreis, in dem sich Fachleute auf dem Gebiet der Provenienzforschung zusammengeschlossen haben. Daraus entwickelte sich der Verein „Arbeitskreis Provenienzforschung e.V.“ mit inzwischen über 180 Mitgliedern, die in Museen, Bibliotheken, Archiven, im Kunsthandel oder freiberuflich in Deutschland, Großbritannien, den Niederlanden, Österreich, der Schweiz und den USA tätig sind. Auf den zweimal jährlich stattfindenden Arbeitskreistreffen werden aktuelle Themen präsentiert, diskutiert, wissenschaftliche Standards entwickelt.

Die Veranstaltung wird durch die Firma „Robotron Datenbank-Software GmbH“ unterstützt. „Robotron“ entwickelte eigens für die Erfassung der SKD-Bestände eine Datenbank, die die systematische Provenienzrecherche sämtlicher Zugänge seit 1933 ermöglicht.
Neben dem ausschließlich an die Teilnehmer gerichteten Programm bietet das Treffen auch einen publikumsoffenen, kostenfreien Vortrag am Montag, den 24. April, um 19 Uhr in der Fürstengalerie an. Marius Winzeler, Direktor der Sammlung Alter Meister der Nationalgalerie Prag, wird über „Adlige Sammlungen in Sachsen vor und nach 1945“ sprechen.
Vertreter der Medien sind eingeladen, an dem Frühjahrstreffen teilzunehmen und werden gebeten, sich in der Abteilung Presse und Kommunikation der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden unter presse@skd.museum anzumelden. Das vollständige Programm erhalten Sie im Anhang.

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Kontakt
Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Dr. Stephan Adam
Pressesprecher und Leiter Kommunikation
Residenzschloss, Taschenberg 2, 01067 Dresden
Telefon: + 49 (0)351-4914-2643
E-Mail: presse@skd.museum
www.skd.museum

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