Raum mit langem, zusammengesetztem Tisch und verschiedenen Sitzen
© SKD, Foto: Tomáš Souček

Kunstgewerbemuseum

 

Das Kunstgewerbemuseum wurde 1876 als Vorbildsammlung für Handwerk und Industrie gegründet. Seit 1963 ist es im Wasser- und Bergpalais von Schloss Pillnitz beheimatet und lädt von Anfang Mai bis Ende Oktober in seine Ausstellungsräume ein. Das Museum widmet sich der Frage, wie Gestaltung unsere Umwelt formt. In seinen Ausstellungen positioniert sich das Kunstgewerbemuseum zwischen Experiment und Tradition und erzählt Geschichten über Formgebung, Verarbeitung, Lebenszusammenhänge oder Technologien.

Im Wasserpalais liegt der inhaltliche Schwerpunkt auf dem sächsischen und europäischen Kunsthandwerk des 17. und 18. Jahrhunderts. Gegenüber im Bergpalais beginnt der Ausstellungsrundgang mit einem Schwerpunkt zum Thema Manufakturen. Quer durch alle Materialbereiche wird dort ersichtlich, wie die Industrialisierung seit dem 18. Jahrhundert Herstellung, Formgebung und Vertrieb beeinflusst. Des Weiteren zeigt das Bergpalais die Entwicklung des Kunstgewerbes vom ausgehenden 18. Jahrhundert bis in die Gegenwart.

Eine Besonderheit stellt zudem das Schaudepot Hellerauer Werkstätten im Ostflügel des Bergpalais dar. Anhang eines umfangreichen Bestands an Möbeln und sogenanntem Kleingerät zeigt sich, wie in Dresden um 1900 Wohnen und Arbeiten visionär neu definiert wurden.

Im Kunstgewerbemuseum sind mehrere historische Räumlichkeiten zu besichtigen, etwa das gelbe Teezimmer im chinoisen Stil um 1900, der Watteau-Saal mit Wandbildern à la Watteau von dem Dresdner Künstler Christian Ernst Dietrich sowie drei Räume mit Wandgestaltungen des Architekten Christian Traugott Weinlig aus dem letzten Drittel des 18. Jahrhunderts.

 

Kunstgewerbemuseum

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Lage & Anfahrt

Kunstgewerbemuseum
Schloss Pillnitz
August-Böckstiegel-Straße 2
01326 Dresden
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