Zwinger von außen, davor eine Rasenfläche
© Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Foto: David Brandt

Der Zwinger mit Semperbau

Neben der Frauenkirche ist er das beliebteste Ziel der Dresdenbesucher: Der Zwinger. Kein Wunder, denn der Gebäudekomplex mit Garten- und Springbrunnenanlage gehört zu den wichtigsten Barockbauwerken Deutschlands. Der Name Zwinger verweist dabei auf die ursprüngliche Position der Anlage, zwischen innerer und äußerer Burgmauer. Doch schon unter August dem Starken stand hier weniger die Verteidigung als das Vergnügen im Vordergrund: Er wollte seine Orangenbäume von Leipzig nach Dresden kommen lassen, um diese auf mehreren übereinanderliegenden Terrassen aufzustellen.

Von 1711 bis 1728 entstand schließlich unter der Leitung von Matthäus Daniel Pöppelmann aus der Orangerie ein ganzer Lustgarten. Drei Pavillons, Bogengalerien und das Nymphenbad begrenzen, gebaut aus Elbsandstein, bis heute die Grünflächen und Wasserbecken. Zahlreiche Skulpturen stehen frei oder zieren die Gebäude – sie stammen größtenteils von Balthasar Permoser (1651-1732): Er schuf Apoll und Daphne im Grottensaal, die Nymphe mit Muschel im Nymphenbad, die Figuren von Vulkan und Ceres am Kronentor sowie die weltbekannte Gruppe der Satyrhermen und den Hercules Saxonicus auf dem Wallpavillion. Denn wie einst Herkules dem Atlas die Last der Weltkugel abgenommen hat, damit dieser für ihn Äpfel aus dem Garten der Götter holen kann, so wurde das Reichsvikariat August des Starken als politisch hochbedeutende Herkulestat aufgefasst. 

Ursprünglich sollte der Bau den Vorhof für ein neues Schloss bilden. Daher blieb die Elbseite der Anlage zunächst unbebaut und das Areal wurde bis zum Tod von August dem Starken für Feste, Konzerte und Theateraufführen genutzt – auch sein Sohn feierte hier 1719 seine Hochzeit. Bereits 1728 wurde der Zwinger zum Wissensort umgewidmet, denn es zogen die naturwissenschaftlichen Sammlungen, das Kupferstich-Kabinett und eine Bibliothek ein. 1746 kam der Mathematisch-Physikalische Salon dazu, der neben der Porzellansammlung bis heute hier zu besuchen ist. 1855 errichtete Gottfried Semper mit dem Semperbau an der Elbseite eines der wichtigsten Museumsprojekte des 19. Jahrhunderts – bis heute befindet sich in ihm die Gemäldegalerie Alte Meister und auch die Skulpturensammlung wird mit der vollständigen Wiedereröffnung ab 2019 im Semperbau präsentiert. Beim Dresdner Maiaufstand 1849 brannte der Zwinger bis auf die Grundmauern nieder und wurde wiederaufgebaut. Auch beim Bombenangriff auf Dresden im Februar 1945 wurde der Zwinger stark zerstört und konnte erst bis 1963 wieder hergestellt werden.

Eintrittspreise

Gültig für: Gemäldegalerie Alte Meister, Mathematisch-Physikalischer Salon und Porzellansammlung sowie aktuelle Sonderausstellungen

regulär10 €
ermäßigt7,50 €
unter 17frei
Gruppe ab 10 Personen9 €

Führung in der Gemäldegalerie Alte Meister (60 Minuten) inklusive Eintritt

regulär15 €

Unsere Museen im Zwinger

Dauerausstellung

Gemäldegalerie Alte Meister

Über drei Stockwerke spannt sich ein dichter Parcours hochrangiger Gemälde vom Spätmittelalter bis zur Aufklärung

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adonna mit dem Jesuskind, am unteren Rand die zwei Engel
© SKD
Dauerausstellung

Mathematisch-Physikalischer Salon

1728 unter August dem Starken gegründet, ist er bis heute eines der weltweit bedeutendsten Museen historischer wissenschaftlicher Instrumente

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Dauerausstellung

Porzellansammlung

Porzellankunst aus China, Japan und Meissen, zu sehen im einzigartigen Dresdner Zwinger

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Führungen und Rundgänge

Angebote für Gruppen

Themenführungen

Entdecken Sie unsere Themenführungen durch die Gemäldegalerie Alte Meister und buchen Sie Ihren Rundgang als Gruppenführung

Besucher betrachten Gemälde
Angebote für Gruppen

Überblicksführungen

Erhalten Sie einen umfangreichen Einblick in das Barocke Gesamtkunstwerk und die im Zwinger befindlichen Museen

Zwinger von außen, davor eine Rasenfläche
© Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Foto: David Brandt

Rundgänge

In täglich stattfindenden Rundgängen (außer montags) lernen Sie die Hauptwerke der Gemäldegalerie Alte Meister auf anschauliche Weise kennen. Jeweils Dienstag bis Donnerstag um 14 Uhr, Freitag und Samstag um 11 und 14 Uhr, sonntags um 11 Uhr. Rundgänge auf russisch finden sonnabends um 13 Uhr statt.

Zum Programm

Besucher betrachten Gemälde
© SKD, Foto: David Pinzer

Gebäudeüberblick

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