© Stan Hema, Berlin

Museum of Untold Stories

Eine Ausstellung der Generaldirektion

In der Ausstellung „Museum of Untold Stories" wird das Museum auf den Kopf gestellt. Konträr zum klassischen Ausstellungskonzept, dem für gewöhnlich eine fundierte Forschungsfrage zugrunde liegt und das die einzelnen Argumente aufeinander aufbauend im Raum präsentiert, widmet sich die Schau einer Vielzahl von Geschichten. Geschichten, die auf den ersten Blick nichts miteinander zu tun haben - auf den zweiten Blick jedoch erschließt sich deren Gemeinsamkeit: es sind die Mitarbeiter*innen der SKD, die ihre Erzählungen mit den Besucher*innen des Japanischen Palais teilen.

  • Ausstellungsort Japanisches Palais
  • Laufzeit 26.05.2018—26.08.2018

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In einer genre- und epochenübergreifenden Schau sind Stimmen aus allen Sammlungen des Museumsverbundes zusammengetragen worden, darunter die Gemäldegalerie Alte Meister, das Albertinum, die Porzellansammlung, das Münzkabinett, der Mathematisch-Physikalische Salon, das Museum für Sächsische Volkskunst, die Puppentheatersammlung, das Kunstgewerbemuseum sowie die Museen für Völkerkunde in Leipzig und Dresden. Dadurch eröffnen sich ganz eigene Perspektiven auf die Werke, mit denen die Mitarbeiter*innen tagtäglich arbeiten, die sie restaurieren, erforschen oder von einem Ort zum anderen tragen und die zum Teil sonst nicht der Öffentlichkeit zugänglich sind.

© David Pinzer Fotografie

Untold Stories

Kerstin Küster | Wissenschaftliche Assistentin im Gerhard Richter Archiv

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MUSEUM OF UNTOLD STORIES | Kerstin Küster

Jan Hüsgen | Wissenschaftlicher Mitarbeiter in der Abteilung Forschung und Wissenschaftliche Kooperationen

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MUSEUM OF UNTOLD STORIES | Jan Hüsgen

Dana Korzuschek | Mitarbeiterin in der Abteilung Internationale Beziehungen in der Generaldirektion

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MUSEUM OF UNTOLD STORIES | Dana Korzuschek

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So erfährt das Publikum unter anderem die besonders eindrucksvolle Geschichte der Objekte aus dem Mathematisch-Physikalischen Salon, die die Bombennacht vom 13. Februar 1945 zum Teil mit starken Beschädigungen überlebten. In der Ausstellung präsentieren sie sich uneitel, verkohlt und geschmolzen den Blicken der Besucher*innen.

 

 

© David Pinzer Fotografie

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Doch auch fröhliche Geschichten werden erzählt, wie zum Beispiel die der Goblin-Puppe aus der Puppentheatersammlung, die 1986 neben David Bowie im Film "Labyrinth" auf der Kinoleinwand brillierte. Hierzu wurde eigens ein Kino aufgebaut, auf dessen Außenwänden die Besucher selbst kreativ tätig werden können.

Der Ausstellungsrundgang beginnt bereits im Foyer des Japanischen Palais. Gezeigt werden Kopien antiker Büsten, die ein Mitarbeiter selbst gegossen hat und so die Institutionsgeschichte des Hauses thematisieren. Die Besonderheit: Jeder 5000ste Besucher bekommt eine Büste zum Geschenk!

Ansicht einer koboldartigen Puppe
© Puppentheatersammlung, SKD
Brian Froud, Jim Henson's Creature Shop, Goblin aus dem Film "Labyrinth", Los Angeles 1986

Untold Stories

Jürgen Lange | Sammlungsverwalter Skulpturensammlung

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MUSEUM OF UNTOLD STORIES | Jürgen Lange

Michael John | Leiter Bau, Sicherheit, Technik

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MUSEUM OF UNTOLD STORIES | Michael John

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Untergliedert in acht Räume fragt die Ausstellung nach der Rolle des Depots als der "Innenansicht des Museums", nach den Leerstellen, die durch im Krieg verlorene Objekte entstanden, sowie nach der Forschung am Museum und den sich daraus ergebenden Restitutionen. Eine eigene Sektion thematisiert die bereits angesprochene Bombennacht vom 13. auf den 14. Februar 1945, deren Spuren noch heute an einer Vielzahl der Museumsobjekte sichtbar sind. Im Raum "wiedergefunden, zurückgeführt" liegt der Schwerpunkt auf der Nachkriegszeit: Hier geht es um die Auslagerung der Kunstschätze und deren Rückführung 1955. Im Raum der "Kunstkammer" kumulieren schlussendlich eine Reihe von Geschichten, bei der jedes Objekt mit der "Untold Story" eines Mitarbeiters verbunden ist. Die Ausstellung schließt mit einer Galerie, in der der Zuschauer wieder vor die Leinwand zurückgeholt wird und das künstlerische Doppelleben eines Mitarbeiters der Haustechnik aufgedeckt wird.

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Das Freilegen dieser bisher nicht erzählten Geschichten und deren ungewöhnliche Zusammenstellung ermöglicht den Blick hinter die Kulissen des Museums und damit neue Perspektiven auf die Objekte und die vielen Lesarten von Kunst, die über die rein wissenschaftliche Erschließung hinausgehen und das Museum selbst als einen Repräsentationsraum hinterfragen.

 

 

Begleitprogramm

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