Titel des Forschungsprojektes:
„Shot at Noon“ – European artillery instruments c. 1500 to 1750”
Funktion und Bedeutung artilleristischer Richtgeräte in Europa
1500-1750
Projektträger:
Mathematisch-Physikalischer Salon, The British Museum,
Germanisches Nationalmuseum Nürnberg
Kurzbeschreibung:
Zwischen spätem Mittelalter und Renaissance beeinflussten die mathematisch determinierten Wissenschaften die Entwicklung des täglichen Lebens entscheidend. Das Beobachten und Darstellen der Welt nahm dabei großen Raum ein. So wurden auch neue Methoden der Vermessung des Himmels und der Erde entwickelt. Instrumente zur Erd- und Himmelsvermessung und zur Navigation gelangten als prachtvolle, überwiegend vergoldete Prototypen in die Sammlungen der Herrscher und Gelehrten.
Ein bis heute wenig beachteter Bereich bildet das Gebiet der artilleristischen Instrumente. Diese Geräte sind ein schlagkräftiges Symbol des zielstrebigen Handelns der Herrscher im 16. und im frühen 17.Jahrhunderts. Ein Ziel zu verfolgen und auch zu treffen bedurfte schon immer einer strategischen Planung, für das nun auch das repräsentativ-symbolische Instrumentarium zur Hand war. Auf ihre Wirkung auf dem Schlachtfeld wie im übertragenen Sinne auch auf das Handeln des Herrschers angewandt, harren diese Instrumente bis heute einer wissenschaftlichen Bestandsaufnahme wie einer kritischen Analyse.
Angestrebte Ergebnisse und Ziele:
Dokumentation artilleristischer Richtgeräte sowie begleitender
Dokumente in einer Datenbank,
Ausstellungen in Dresden und London,
Katalog zur Ausstellung bzw. abschließende Publikation
Laufzeit:
seit 2005
Finanzierung:
Haushaltsmittel der beteiligten Institutionen
Projektverantwortlicher:
Dr. Peter Plaßmeyer
Projektmitarbeiter:
Dipl.-Ing. Wolfram Dolz
Kooperationspartner:
Dr. Silke Ackermann, The British Museum, London;
M. A. Roland Schewe, Germanisches Nationalmuseum Nürnberg
Assoziierter Mitarbeiter Dr. Heiko Berger, Militärhistorisches
Museum Dresden
Zwischenergebnisse, Publikationen:
2006 wurden auf dem „Scientific Instrument Symposium“ in Krakau von den Beteiligten erste Ergebnisse vorgestellt.
Kontakt:
wolfram.dolz@skd.museum
