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27.01.14

Wissenschaftsrat: Staatliche Kunstsammlungen Dresden setzen Maßstäbe in der Sammlungsforschung

Der Wissenschaftsrat hat die Forschungsleistungen der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) mit positivem Ergebnis evaluiert. Die wissenschaftspolitischen Empfehlungen und der Evaluationsbericht zu den SKD wurden heute in Berlin vom Wissenschaftsrat, dem wichtigsten wissenschaftspolitischen Beratungsgremium in Deutschland, vorgestellt. Darin bewertet der Wissenschaftsrat die SKD als einmaliges Ensemble von Sammlungen mit herausragender wissenschaftlicher und kulturhistorischer Relevanz. Die SKD verfügen nach dem Bericht über eine hervorragende Reputation im Kreis der nationalen und internationalen Museen mit sammlungsbezogener Forschung. Hoch motiviertes wissenschaftliches Personal leiste sehr gute bis herausragende Forschungsarbeit, die in einigen Bereichen internationale Maßstäbe setze. Darüber hinaus, so der Wissenschaftsrat, hätten sich die Staatlichen Kunstsammlungen mit ihren Forschungs- und Vermittlungsaktivitäten als ‚Brücke der Bildung‘ und als ‚Kulturbotschafter‘ herausragende Verdienste erworben. Die SKD sind neben den Staatlichen Museen zu Berlin oder der Klassik Stiftung Weimar einer der wenigen Museumsverbünde, die bisher evaluiert wurden, sie stärken damit ihr Selbstverständnis als forschende Einrichtung.

Um ihre internationale Spitzenstellung weiter ausbauen zu können, empfiehlt der Wissenschaftsrat den SKD u.a., die sammlungs- und disziplinübergreifende Forschung zu intensivieren. In der Vielfalt der Sammlungen liege ein immenses Potenzial, Fragestellungen aus Kunst- und Kulturgeschichte, Ethnographie, Wissenschaftsgeschichte oder Historiographie neu und interdisziplinär zu entwickeln. Darin sieht der Wissenschaftsrat eine besondere Möglichkeit für die SKD, die eigene Position im nationalen wie im internationalen Vergleichsfeld weiter auszubauen. Der Wissenschaftsrat würdigt ausdrücklich die finanziellen Anstrengungen des Freistaats zur Sanierung der Museumsgebäude der SKD, insbesondere für das Residenzschloss, bemerkt aber dennoch, dass die SKD für einen solchen Ausbau zusätzliche finanzielle Ressourcen benötigten. Der Wissenschaftsrat spricht sich deshalb dafür aus, dass der Freistaat Sachsen seine Zuwendungen für die SKD erhöht und die SKD personell stärkt. Nur so könnten die SKD die wissenschaftlichen Herausforderungen, die sich aus ihren weltweit einmaligen Sammlungsbeständen ergeben, in Zukunft noch zielstrebiger angehen. Als wichtige Bereiche für übergreifende Forschungen nennt der Wissenschaftsrat Fragen im Kontext der Hof- und Residenzkultur, zu einer die Weltkulturen übergreifenden Kunstgeschichte oder zur materiellen Kultur der Sammlungsobjekte.

„Das sehr gute Evaluierungsergebnis zeugt von der großen Leistungsfähigkeit und Leistungsbereitschaft der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der SKD. Ich beglückwünsche alle, die dazu in den unterschiedlichsten Positionen beigetragen haben. Besonders wichtig sind die Empfehlungen des Wissenschaftsrates für die weitere Entwicklung“, unterstrich Staatsministerin Sabine von Schorlemer. „Wir werden sie gemeinsam mit den SKD auswerten und schrittweise umsetzen. Es steht außer Frage, dass der Freistaat, wie in der Vergangenheit auch, im Rahmen seiner Möglichkeiten bemüht sein wird, die wichtigen und erforderlichen materiellen Voraussetzungen zu schaffen.“

„Die ausgesprochen positive Bewertung unserer Forschungsleistungen durch den Wissenschaftsrat ist für die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden von großer Bedeutung. Sie ist eine Bestätigung unserer Arbeit und zugleich Motivation für die Zukunft“, betonte Generaldirektor Hartwig Fischer. „Der Bericht gibt uns wertvolle, konstruktive Hinweise und bestärkt uns darin, langfristige und sammlungsübergreifende Forschungsperspektiven weiter zu entwickeln. Dazu wollen wir die Sammlungen der SKD untereinander weiter vernetzen und insbesondere die ethnographischen Sammlungen in Dresden, Leipzig und Herrnhut noch stärker integrieren. Unser nationales und internationales Netzwerk mit universitären und außeruniversitären Partnern beabsichtigen wir auszubauen, auch im Rahmen von „DRESDEN-concept“. Hartwig Fischer begrüßte die Empfehlungen des Wissenschaftsrates an die Politik, die Förderung der SKD zu intensivieren: „Der Wissenschaftsrat weist darauf hin, dass wir die Unterstützung des Freistaats brauchen, um unsere Forschungsleistungen verstärken zu können. Und er regt an, dass der Bund die Möglichkeit prüft, angesichts der nationalen Bedeutung der SKD stärker in deren Förderung einzusteigen.“

Einschätzungen und Hintergründe zum Gutachten des Wissenschaftsrates erläutert Ihnen Hartwig Fischer, Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, heute gern um 15.00 Uhr im Studiensaal des Kupferstich-Kabinetts, Residenzschloss, 3. Obergeschoss. Wir freuen uns auf Ihr Kommen.

Lesen Sie die Pressemitteilung der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden im PDF-Format.

Lesen Sie auch die Pressemitteilung des Wissenschaftsrates "Staatlliche Kunstsammlungen Dresden auf Weltniveau | Wissenschaftsrat würdigt herausragendes Forschungspotenzial". Dort finden Sie zudem die "Stellungnahme zu den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD), Dresden (Drs. 3634-14)" als PDF-Dokument.

 

Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Pressesprecher und Leiter Kommunikation
Dr. Stephan Adam
Postfach 12 05 51
01006 Dresden                                                      
Tel. ++49-351-49 14 2643
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