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27.04.17

Kleiner Muck und Kalif Storch – Hegenbarth illustriert Hauffs Märchensammlung „Die Karawane“

Einladung zum Pressegespräch am Freitag, den 5. Mai 2017, um 11.30 Uhr
im Josef-Hegenbarth-Archiv, Calberlastraße 2, 01326 Dresden


mit Claudia Schnitzer, Oberkonservatorin des Kupferstich-Kabinetts und Kuratorin


Ausstellungsort: Josef-Hegenbarth-Archiv, Calberlastraße 2, 01326 Dresden

7. Mai 2017 bis 2. April 2018

Öffnungszeiten: Sonntag 15 bis 18 Uhr, Donnerstag nur nach telefonischer Voranmeldung unter Tel. 0351– 49 14 32 11


Wer kennt sie nicht – den kleinen Muck mit seinen magischen Pantoffeln, die ihn geschwind durch die Lüfte tragen und den mittels Zaubertrick in einen Storch verwandelten Kalifen. Die beiden Märchenfiguren des Schriftstellers Wilhelm Hauff (1802–1827), die seit fast zwei Jahrhunderten Jung und Alt in die faszinierende Welt des Orients entführen.

Hauffs Karawane begeisterte auch den Künstler Josef Hegenbarth (1884–1962). Bereits Anfang der 1940er Jahre setzte er sich intensiv mit den Geschichten auseinander und illustrierte sie.

Dabei bearbeitete er den Märchenstoff gleich zweimal in unterschiedlichen Techniken: Eine Gruppe von Feder- und zweifarbigen Pinselzeichnungen, die heute im Josef-Hegenbarth-Archiv verwahrt wird, diente als Vorlage für die erste, 1966 im Leipziger Reclam-Verlag erschienene illustrierte Ausgabe der Hauff‘schen Karawane. Die große Beliebtheit dieses mit 16 ganzseitigen Pinselzeichnungen und 101 kleinformatigen Federzeichnungen geschmückten Werkes zeigt sich in den vielen Auflagen und Nachdrucken mit bis zu 17.000 Exemplaren, die nicht nur in Ost- und Westdeutschland erschienen, sondern Hegenbarth auch in Japan bekannt machten.
Josef Hegenbarths zweite Illustrations-Fassung, die er in insgesamt 43 Tuschzeichnungen ausführte, befand sich Ende des Zweiten Weltkrieges im brandenburgischen Wriezen. Dort wurden die Arbeiten von der Roten Armee beschlagnahmt und gelangten über Berlin in die Sowjetunion. Im Rahmen der 1958/59 erfolgten Rückführung von Kunstwerken in die DDR wurde die Mappe aus dem Besitz Hegenbarths an das Berliner Kupferstichkabinett gegeben. Nach über 70 Jahren kehren diese Illustrationen nun dauerhaft an den Ort ihrer Entstehung nach Loschwitz zurück. Die Ausstellung bietet somit auch einen spannenden Einblick in die Arbeit der Provenienzrecherche (siehe dazu Pressemitteilung der SKD vom 10. April 2017). Gleichzeitig kann der Besucher erstmals die Zeichnungen mit den veröffentlichten Karawane-Illustrationen vergleichen.

Die Ausstellung wird ergänzt durch Leihgaben aus der Puppentheatersammlung der SKD, darunter Marionetten und Figuren zu den Märchen von Kalif Storch und dem kleinen Muck aus den 1950er und 1960er Jahren.

Wir möchten Sie zum Pressegespräch einladen und bitten um Ihre Anmeldung unter presse@skd.museum.

Lesen Sie die Pressemitteilung im PDF-Format.

Kontakt
Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Dr. Stephan Adam
Pressesprecher und Leiter Kommunikation
Residenzschloss, Taschenberg 2, 01067 Dresden
Telefon: + 49 (0)351-4914-2643
E-Mail: presse@skd.museum
www.skd.museum

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