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02.12.11

Die Skulpturensammlung präsentiert erstmals Zeichnungen von Jürgen Schön im Albertinum

Skulpturen des sächsischen Künstlers Jürgen Schön befinden sich seit langem im Bestand der Skulpturensammlung der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden. Ergänzend zu den ausgestellten Werken „Kapsel“ aus Papiermaché (1994/95) und „Faltung“ aus farbig bemaltem Aluminium (2002) präsentiert die Skulpturen­sammlung derzeit erstmals im ersten Obergeschoss des Albertinums rund 40 Zeich­nungen des Künstlers, die zwischen 1996 und 2011 entstanden sind. Sie können sowohl als Entwurfsskizzen seiner plastischen Arbeiten als auch als ein eigener Werkkomplex betrachtet werden. Auf den ersten Blick wirken seine Zeichnungen wie seine Skulpturen, oft minimalistisch und konzentriert auf einfache Formen. Mit Bleistift gezeichnet und mit Tusche übermalt, vereinzelt ausgeschnitten und wieder neu angeordnet, verstärkt Jürgen Schön bewusst den dabei zufällig auftretenden Materialprozess und verleiht Ihnen geradezu objekthaften Charakter. Zwischen der Strenge und Genauigkeit des in einigen Blättern als Gestaltungsmittel verwendeten Millimeterpapiers und der Freiheit getuschter Farbfelder entfaltet sich so ein Spannungsbogen aus Disziplin und offener Fantasie, der für das Schaffen von Jürgen Schön kennzeichnend ist.

Für die Präsentation seiner Werke griff der Künstler die architektonischen Gegeben­heiten des Ausstellungsraumes im Albertinum auf. Dafür ordnete er seine Arbeiten als ein sich über zwei Wände erstreckendes farbiges Band an. Dadurch werden die Zeichnungen in eine formale Ordnung gebracht, die dennoch die Wirkung jedes einzelnen Blattes nicht bricht.

Die Zeichnungen sind bis zum 25. März 2012 im Albertinum zu sehen.

Biografie Jürgen Schön

  • 1956 geboren in Riesa
  • 1975-79 Berufsausbildung und Tätigkeit als Steinmetz und Steinbildhauer
  • 1979-86 Studium der Bildhauerei an der Hochschule für Bildende Künste Dresden
  • 1989-90 Arbeitsstipendium in Berlin
  • 1991 Stipendium der Stiftung Vordemberge-Gildewart
  • 1992 Stipendium der Akademie der Künste Berlin in der Villa Serpentera, Olevano Romano
  • 1996 Lehrauftrag an der Hochschule für Bildende Künste Dresden
  • 2001 Käthe-Kollwitz-Preis der Akademie der Künste, Berlin
  • 2002 Förderpreis der Stadt Dresden
  • 2005 Mannheimer Kuratoriumspreis
  • der Künstler lebt und arbeitet in Dresden


Pressekontakt

Dr. Stephan Adam
Pressesprecher und Leiter Kommunikation
Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Postfach 12 05 51
01006 Dresden

Tel. ++49-351-49 14 2643
Fax ++49-351-49 14 2366
E-Mail: presse@skd.museum
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