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14.06.12

The Subjective Object – Von der (Wieder-)Aneignung anthropologischer Bilder

Einladung zum Pressegespräch am Dienstag, dem 19. Juni 2012, 11.00 Uhr, GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig, Johannisplatz 5-11, 04103 Leipzig

Teilnehmer

Dr. Claus Deimel, Direktor der Staatlichen Ethnographischen Sammlungen Sachsen
Carola Krebs, Kustodin für Südasien am GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig
Julia Kurz, Anja Lückenkemper und Katja Meyer, Teilnehmerinnen des Masterstudiengangs „Kulturen des Kuratorischen“, Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig (HGB Leipzig)

The Subjective Object – Von der (Wieder-)Aneignung anthropologischer Bilder
Eine Ausstellung der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden in Kooperation mit dem Masterstudiengang „Kulturen des Kuratorischen“ der HGB Leipzig
22. Juni bis 26. August 2012
Ausstellungsort: GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig
Öffnungszeiten:
Dienstag bis Sonntag, 10 – 18 Uhr

Das Ausstellungsprojekt „The Subjective Object – Von der (Wieder-)Aneignung anthropologischer Bilder“ wurde von 13 Teilnehmerinnen des Masterstudiengangs „Kulturen des Kuratorischen“ der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig (HGB Leipzig) in Zusammenarbeit mit dem GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig entwickelt.

Die Ausstellung zeigt Diaprojektionen, Videoinstallationen, Texte, Grafiken und Fotografien. Im Zentrum stand für die Teilnehmerinnen dabei die Frage nach der Darstellungspraxis physisch-anthropologischer und ethnologischer Themen im Museum und dem Abbilden des als fremd empfundenen „Anderen“. Der Fragestellung näherten sie sich aus drei Perspektiven:
Erstens wird anhand der Fotografiesammlung des deutschen Anthropologen Egon von Eickstedt (1892-1965) der Umgang mit Archivmaterial aus den Sammlungen des GRASSI Museums für Völkerkunde zu Leipzig und des Museums für Völkerkunde Dresden exemplarisch beleuchtet. Von Interesse ist hier, ob und wie Bilder des „Anderen“, die im Rahmen anthropologischer und ethnografischer Sammeltätigkeiten entstanden sind, heute präsentiert werden können.

Der zweite Blick richtet sich auf zeitgenössische künstlerische Positionen, die sich kritisch mit den wissenschaftlichen Disziplinen Ethnologie und Anthropologie auseinandersetzen. Diese werden als Ausgangspunkt eines Bildes des „Anderen“ in der Moderne verstanden. Deutlich wird letzteres etwa in den Arbeiten der indischen Künstlerin Pushpamala N. Sie reinszeniert historische Fotografien anthropologischer Vermessungen und stereotyper Darstellungen südindischer Frauen, um ethnografische Methoden zu hinterfragen. Neben ihrer Arbeit werden Werke der folgenden Künstlerinnen und Künstler zu sehen sein: Clifford Borress (NL), Dias & Riedweg (BR & CH), Rajkamal Kahlon (IN), Nástio Mosquito (AO), Raqs Media Collective (IN).
Die dritte und letzte Perspektive beleuchtet die aktuelle gesellschaftspolitische Situation der Adivasi, der indigenen Bevölkerung Indiens. Die Forschung zu den Adivasi war ein Schwerpunkt in der Tätigkeit Egon von Eickstedts.
Der Masterstudiengang „Kulturen des Kuratorischen“ ist ein weiterbildendes Studienangebot der HGB Leipzig. Das Ziel der Kooperation mit den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden ist der wissenschaftliche Austausch sowie die Bestrebung Forschung und Lehre auf eine breite praktische und theoretische Basis zu stellen.

Weitere Informationen zum Masterstudiengang „Kulturen des Kuratorischen“ finden sie auf der offiziellen Website: http://www.kdk-leipzig.de/

Lesen Sie die Pressemitteilung als pdf.


Dr. Stephan Adam
Pressesprecher und Leiter Kommunikation
Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Postfach 12 05 51
01006 Dresden                                                      
Tel. ++49-351-49 14 2643
Fax ++49-351-49 14 2366
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