Zur Hauptnavigation

Zum Inhalt

Zur Bereichsnavigation

07.06.12

Sächsische Volkstrachten, HipHop und Nadelstreifen

Einladung zum Pressegespräch am Donnerstag, dem 14. Juni 2012, 11.30 Uhr im Museum für Sächsische Volkskunst, Jägerhof, Köpckestraße 1

Teilnehmer
Dr. Hartwig Fischer, Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden
Dr. Igor A. Jenzen, Direktor des Museums für Sächsische Volkskunst mit Puppentheatersammlung
Holger John, Künstlerischer Leiter der Ausstellung

Sächsische Volkstrachten, HipHop und Nadelstreifen
Eine Ausstellung des Museums für Sächsische Volkskunst mit Puppentheatersammlung
16. Juni - 4. November 2012
Ausstellungsort: Jägerhof
Öffnungszeiten: täglich 10 bis 18 Uhr,
montags geschlossen

Was bedeutet eigentlich Tracht? Und wann ist Tracht eine Tracht? Das große Trachtenfest von 1896 in Dresden gilt als der letzte große Auftritt der originalen Trachten des Königreichs Sachsen. Ausgehend von diesem Ereignis blickt die Ausstellung Sächsische Volkstrachten, HipHop und Nadelstreifen des Museums für Sächsische Volkskunst auf die Geschichte der Trachten zurück und wirft einen neugierigen Blick auf unser zeitgenössisches Kleidungswesen. Die Ausstellung unter der künstlerischen Leitung von Holger John zeigt originale Trachten und authentische Outfits, historische Dokumente sowie aktuelle Fotografien von Frank Höhler und Zeichen-Kunst von Holger John.
Bis weit in das 18. Jahrhundert hinein war Tracht zum Beispiel einfach das, was getragen wurde: Kleidung also. Diese war abhängig von regionalen Gepflogenheiten, sozialem Stand, Beruf, Gesinnung und Wohlstand der Träger. Altenburger und Vogtländer Trachten erzählen von einer Kleiderordnung, die präzise den Status des Trägers oder der Trägerin in der vorindustriellen Gesellschaft kundtut. Wie ausdifferenziert und feinteilig eine solche Kleiderordnung sein kann, zeigt das noch heute bei bestimmten Festen gelebte Trachtenreglement der Sorben, das bis ins letzte Detail festlegt, welche Tracht von wem bei welcher Gelegenheit und unter welchen Umständen wie getragen wird. Wer nun aber glaubt, in unserer heutigen durch Freiheit und Selbstbestimmung geprägten Zeit seien solche Regeln überholt, der irrt jedoch. Ein Blick auf die Kleidung von Hip-Hoppern, Gothics, Punks oder Rockern offenbart ähnlich ausgeklügelte Regeln, Verbote und Insidercodes.

Wir möchten Sie herzlich zum Pressegespräch am Donnerstag, dem 14. Juni 2012 einladen. Für unsere Planungen bitten wir um Rückmeldung.

Zeitgleich präsentiert die Puppensammlung im Museum für Sächsische Volkskunst im Jägerhof vom 16. Juni 2012 - 03. März 2013 die Ausstellung Fantasie macht Theater. Gezeigt werden Theaterfiguren der letzten vierzig Jahre aus den kommunalen Puppentheatern der ehemaligen DDR und der neuen Bundesländer, u.a. von Christian Werdin sowie Barbara und Günter Weinhold, die der Puppentheaterszenographie entscheidende Impulse gaben und international Bedeutung erlangten.

Lesen Sie die Pressemitteilung als pdf.

Dr. Stephan Adam
Pressesprecher und Leiter Kommunikation
Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Postfach 12 05 51
01006 Dresden                                                      
Tel. ++49-351-49 14 2643
Fax ++49-351-49 14 2366
presse@skd.museum
www.skd.museum
www.facebook.com/skd.museum
www.twitter.com/skdmuseum

<- Zurück zu: Archiv Pressemitteilungen