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09.11.12

On White: Journeys in porcelain and silence

Einladung zum Gesprächsabend mit dem Schriftsteller Edmund de Waal
am Dienstag, dem 20. November 2012, um 18 Uhr im Residenzschloss, Hans-Nadler-Saal

On White: Journeys in porcelain and silence
im Gespräch:

Edmund de Waal, Schriftsteller
Prof. Dr. Martin Roth, Direktor des Victoria & Albert Museum
Prof. Dr. Gilbert Lupfer, Provenienzexperte der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden

Der britische Keramik- und Porzellankünstler Edmund de Waal hat mit „Der Hase mit den Bernsteinaugen“ 2011 ein fulminantes literarisches Erstlingswerk vorgelegt, das die Geschichte von Kunstwerken und die Geschichte der weitverzweigten Familie Ephrussi verbindet, die unter der NS-Herrschaft alles verlor – bis auf die kleinen japanischen Netsuke-Figuren, die Terror und Krieg überdauerten. Edmund de Waal hat mit diesem Buch die menschliche Erfahrung, die hinter der Debatte über die Provenienz von Kunstwerken und ihre Restitution steht, am Beispiel seiner eigenen Familie erschlossen.

Und was hat das mit Dresden zu tun? 1939 wurde Hans Posse, der Direktor der Dresdner Gemäldegalerie, von Adolf Hitler zum Sonderbeauftragten des „Führerauftrags Linz“ ernannt. Posse sollte für ein gigantisches, nie realisiertes „Führermuseum“ in Linz an der Donau Gemälde sammeln. Er betätigte sich dafür als Großeinkäufer auf dem internationalen Kunstmarkt, bediente sich aber auch in reichem Maße an beschlagnahmten jüdischen Sammlungen in Wien. Dresden wurde somit zu einem wichtigen Ort im NS-Kunstver¬schiebesystem. Daraus resultiert eine besondere Verantwortung der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden, sich mit Fragen des Kunstraubes zu befassen und sich besonders in der Provenienzforschung zu engagieren.
Provenienzforschung erschließt die Eigentümergeschichte von Kunstwerken, selten die dahinter stehenden persönlichen Schicksale. Edmund de Waals Buch bringt beides eindrucksvoll zusammen.

Im Rahmen dieser öffentlichen Veranstaltung wird Edmund de Waal sein Bestsellerbuch „Der Hase mit den Bernsteinaugen“ und sein neues Buchprojekt zum Thema Porzellan vorstellen. Daneben widmen sich die Gesprächsteilnehmer den Fragen der Provenienz¬forschung und des Kunstraubes.

Über Ihre Ankündigung der Veranstaltung und Ihre Teilnahme würden wir uns freuen. Das Gespräch findet in deutscher und englischer Sprache statt. Der Eintritt ist frei.

Dr. Stephan Adam
Pressesprecher und Leiter Kommunikation
Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Postfach 12 05 51
01006 Dresden                                                      
Tel. ++49-351-49 14 2643
Fax ++49-351-49 14 2366
presse@skd.museum
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