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27.11.12

Neuerwerbung für das Grüne Gewölbe: Rubinglas-Deckelbecher aus dem Besitz Augusts des Starken

mit
Dr. Hartwig Fischer, Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden
Prof. Dr. Dirk Syndram, Direktor des Grünen Gewölbes und der Rüstkammer
Prinz Alexander von Sachsen, Präsident des Vereins Freunde des Grünen Gewölbes e.V.
Petra Eggert und Jürgen Kleidt, Vorstand des Vereins Freunde des Grünen Gewölbes e.V.

Rubinglas-Deckelbecher aus dem Besitz Augusts des Starken
Sachsen, wohl Dresden, 1715
Rubinglas, zum Teil geschnitten, Silbermontierung feuervergoldet
Höhe mit Deckel 17 cm
Durchmesser am Fuß 7 cm

Durch die großzügige Unterstützung des Vereins der Freunde des Grünen Gewölbes e.V. ist es gelungen, einen wertvollen Deckelbecher aus Goldrubinglas für die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden zu erwerben. Der Direktor des Grünen Gewölbes und der Rüstkammer, Dirk Syndram, nimmt ihn am Dienstag, dem 4. Dezember 2012, aus den Händen des Präsidenten des Vereins Freunde des Grünen Gewölbes e.V., Prinz Alexander von Sachsen, entgegen. Er wird in der Dauerausstellung des Neuen Grünen Gewölbes zu sehen sein. Der Deckelbecher entstand im Auftrag von August dem Starken, Kurfürst von Sachsen und König von Polen, und besitzt eine besondere historische Bedeutung.

Während der polnische Adler auf dem Deckel und das kurfürstlich sächsische Wappen auf der Schauseite des Rubinglases auf August den Starken als Auftraggeber verweisen, verrät die Rückseite eine konkrete politische Botschaft. Unter dem kaiserlichen Doppeladler erscheinen hier die Wappen der Wettiner und Welfen in Verbindung mit der Jahreszahl 1551. Die Motive erinnern an ein damals geschlossenes Bündnis zwischen Kurfürst Moritz von Sachsen und Herzog Heinrich von Braunschweig – eine siegreiche Allianz zwischen Wettinern und Welfen, die für August den Starken zu Beginn des 18. Jahrhunderts wieder eine aktuelle Bedeutung gewann. Zu dieser Zeit kämpfte Sachsen-Polen an der Seite Russlands und Dänemark-Norwegens gegen Schweden um die Vorherrschaft im Ostseeraum. 1715 gelang es, auch Kurhannover als Verbündeten im Nordischen Krieg zu gewinnen. Die Erneuerung der Allianz zwischen Wettinern und Welfen wird August der Starke zum Anlass genommen haben, diesen Rubinglas-Deckelbecher anfertigen zu lassen und ihn nach Abschluss des Bündnisvertrages dem Kurfürsten von Braunschweig- Lüneburg und König von England zum Geschenk zu machen. Nach fast 300 Jahren erhält dieses kostbare diplomatische Geschenk nun einen Platz im Neuen Grünen Gewölbe.

Lesen Sie die Pressemitteilung als pdf.

Dr. Stephan Adam
Pressesprecher und Leiter Kommunikation
Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Postfach 12 05 51
01006 Dresden                                                      
Tel. ++49-351-49 14 2643
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