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25.05.12

"Eine comédie humaine unserer Zeit". Josef Hegenbarth und Will Grohmann – der Zeichner und sein Interpret

Einladung zum Pressegespräch am Donnerstag, 31. Mai 2012, 11.00 Uhr im Josef-Hegenbarth-Archiv, Calberlastraße 2

Teilnehmer
Dr. Hartwig Fischer, Generaldirektor der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden
Dr. Claudia Schnitzer, Oberkonservatorin des Kupferstich-Kabinetts

"Eine comédie humaine unserer Zeit".
Josef Hegenbarth und Will Grohmann –  der Zeichner und sein Interpret

Eine Ausstellung des Kupferstich-Kabinetts der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden
Ausstellungsort: Josef-Hegenbarth-Archiv
2. Juni - 2. September 2012
Öffnungszeiten: Donnerstag nur nach
Voranmeldung unter +49-351-49143211,
Sonntag 15–18 Uhr

Die Ausstellung »Eine comédie humaine unserer Zeit« – Josef Hegenbarth und Will Grohmann – der Zeichner und sein Interpret im Josef–Hegenbarth–Archiv beleuchtet die freundschaftliche Verbindung zwischen Künstler und Kritiker. Die Ausstellungsräume des Josef-Hegenbarth-Archivs präsentieren sich hier nach behutsamer Renovierung erstmals seit der Eröffnung des Hauses 1998 in neuem Gewand.
Der Kunstkritiker Will Grohmann (1887-1968) unterhielt zu vielen Künstlern ein enges Verhältnis und förderte sie oft über viele Jahre hinweg. Die Ausstellung des Hegenbarth-Archivs dient als Einstimmung auf die Sonderausstellung »Kirchner, Klee, Kandinsky – Baumeister, Richter, Moore – Der Kunstkritiker Will Grohmann im Netzwerk der Moderne«, die die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden ab 27. September in der Kunsthalle im Lipsiusbau präsentieren. Diese wird umfassend über das Leben und Wirken des Kunstkritikers und dessen Zusammenarbeit mit „seinen“ Künstlern berichten.
Unter den ostdeutschen Künstlern gilt sein Verhältnis zu dem Dresdener Illustrator und Maler Josef Hegenbarth (1884-1962) als einzigartig. Mit ihm pflegte er wie mit keinem anderen einen intensiven Kontakt, der Jahrzehnte währte. Die Ausstellung des Hegenbarth Archivs zeigt ausgewählte grafische Arbeiten von Hegenbarth und Texte von Grohmann und gewährt zudem Einblicke in zuvor nie gezeigte Dokumente über den persönlichen Austausch beider.

Bereits im Jahr 1919 wurde Grohmann auf den jungen Hegenbarth aufmerksam und verfolgte fortan dessen künstlerische Entwicklung. Früh schon erkannte er seine außergewöhnliche zeichnerische Begabung und ermutigte ihn in einem regen Briefwechsel, der seit 1942 nachweisbar ist, sowie bei unzähligen gegenseitigen Besuchen, illustratorisch zu arbeiten. Postkarten und Briefe aus mehr als zwei Jahrzehnten zeugen von großer gegenseitiger Verehrung und einer tiefen persönlichen Verbundenheit, die über politische und private Umbrüche hinweg Bestand hatte, zugleich aber auch von einem kritischen Austausch, der das Schaffen beider befruchtete. Als Zeichen dieser langjährigen Verbindung steht darüber hinaus Hegenbarths Tätigkeit als Lehrkraft an der neu gegründeten Hochschule für Werkkunst in Dresden, die Grohmann leitete und für die er ihn 1946 gewinnen konnte.

Auch nach dem Weggang Grohmanns aus Dresden 1948 riss der Kontakt zwischen beiden nicht ab. Wiederholt förderte Grohmann Hegenbarth durch Veröffentlichungen zu seinem Werk und gab ihm die Möglichkeit, seine Arbeiten in bedeutenden Ausstellungen in Westdeutschland zu zeigen. Als Joseph Hegenbarth 1962 hochangesehen starb, führte seine Witwe Johanna Hegenbarth die Korrespondenz fort.

Lesen Sie die Pressemitteilung als pdf.

Dr. Stephan Adam
Pressesprecher und Leiter Kommunikation
Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Postfach 12 05 51
01006 Dresden                                                      
Tel. ++49-351-49 14 2643
Fax ++49-351-49 14 2366
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