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16.08.12

Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden restituieren spätmittelalterliche Holzskulptur

Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) konnten heute eine spätmittelalterliche Holzskulptur an die Nachfahren der ehemaligen Eigentümer zurückgeben. Im Rahmen des 2008 initiierten Provenienzrecherche-, Erfassungs- und Inventarisierungsprojektes „Daphne“ identifizierten Wissenschaftler der SKD im Bestand der Skulpturensammlung eine Holzskulptur aus beschlagnahmtem Eigentum. Die Plastik zeigt einen Heiligen, den Apostel Petrus, und wurde von einem unbekannten Künstler um 1500 geschaffen. Durch Recherchen im Bundesarchiv und dank der Unterstützung des Landeshauptarchivs Koblenz sowie des Bundesamtes für zentrale Dienste und offene Vermögensfragen (BADV) konnten die SKD die Herkunft der Holzskulptur klären und die Nachfahren der ehemaligen Eigentümer ermitteln. „Dieser Fall beweist erneut die Bedeutung des von der Sächsischen Staatsregierung finanzierten Daphne-Projektes“, erläutert der wissenschaftliche Leiter des Projektes, Prof. Dr. Gilbert Lupfer.

Das Kunstwerk wurde 1944 über den „Sonderauftrag Linz“ erworben. Im Auftrag Hitlers, der die Errichtung eines Museums in Linz plante, kauften Beauftragte Kunstwerke an, bedienten sich aber auch aus Beschlagnahmungen. Seinen Sitz hatte der „Sonderauftrag Linz“ in Dresden. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs war die Skulptur in den Dresdner Sammlungen verblieben.

Dr. Stephan Adam
Pressesprecher und Leiter Kommunikation
Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Postfach 12 05 51
01006 Dresden                                                      
Tel. ++49-351-49 14 2643
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