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03.12.12

„chiquititos y GRANDECITOS“ - ‚Kleines und Großes‘ in der Handwerkskunst Mexikos seit vorspanischer Zeit

Presseeinladung zur Eröffnung am Samstag, dem 8. Dezember 2012, 15 Uhr, Museum für Völkerkunde Herrnhut, Goethestraße 1, 02747 Herrnhut

es sprechen
Dr. Claus Deimel, Direktor der Staatlichen Ethnographischen Sammlungen Sachsen
Prof. Dr. Ursula Thiemer-Sachse, Altamerikanistin i. R., Kuratorin der Ausstellung

Weitere Ansprechpartner:
Katrin Müller de Gámez, Kuratorin der Ausstellung
Stephan Augustin, Kustos und Leiter der Außenstelle Herrnhut

„chiquititos y GRANDECITOS“ - ‚Kleines und Großes‘ in der Handwerkskunst Mexikos seit vorspanischer Zeit
Aus den Sammlungen von Katrin Müller de Gámez und Prof. Dr. Ursula Thiemer-Sachse
Sonderausstellung im Völkerkundemuseum Herrnhut
9. Dezember 2012 bis 28. Februar 2013
Ort: Goethestraße 1, 02747 Herrnhut
Öffnungszeiten:
Di. – Fr. 9.00 –  17.00 Uhr, Sa./So./Feiertage
9.00 – 12.00 und 13.30 –17.00 Uhr
24. und 31.12.2012 Museum geschlossen

Die Welt des mexikanischen Kunsthandwerks ist wie ein Rausch voll Imagination, Humor, Farbe und Klang. Unter dem Titel chiquititos y GRANDECITOS – ‚Kleines und Großes‘ in der Handwerkskunst Mexikos seit vorspanischer Zeit präsentiert das Völkerkundemuseum Herrnhut vom 9. Dezember 2012 bis zum 28.Februar 2013 eine Ausstellung mit landestypischen Miniaturen aus den Sammlungen von Katrin Müller de Gámez und Prof. Dr. Ursula Thiemer-Sachse.
Innerhalb einer schier unendlichen Vielfalt an Volkskunstobjekten nehmen Miniaturen einen herausragenden Platz ein. Nicht nur, weil es kaum einen Gegenstand gibt, der nicht in kleiner oder sogar kleinster Form nachgebildet wird, sondern weil Miniaturen in fast allen mexikanischen Haushalten vorhanden sind. In vielen Geschäften und auf den Märkten gehören sie zum festen Sortiment. Miniaturen werden in zahlreichen Familien als Sammler¬stücke von Generation zu Generation weitergegeben.

Mexiko ist von gewaltigen Landschaften geprägt, von Vulkanen, Bergen, Wüsten, Meeren, Flüssen und Schluchten. Diese Monumentalität hat bei vielen Mexikanern von Kindheit an die Liebe zum „Kleinen“ und „Kleinsten“ als Gegenpol gefördert. Daher findet man überall Miniaturen neben Gigantischem: in der vorspanischen Zeit wurden kleine Nachbildungen der riesigen Berge geschaffen. Heute stehen großformatigen Wandmalereien von Diego Rivera und anderen bekannten mexikanischen Künstlern winzig kleine Bilder in halben Walnuss-Schalen gegenüber, geschaffen von Volkskünstlern, deren Namen uns zumeist unbekannt sind.

Manche Gegenstände unterliegen einer kurzlebigen Mode oder sind abhängig von der Verfügbarkeit bestimmter Materialien und finden daher keine sehr große Verbreitung. Andere Objekte werden – wenn auch manchmal nur noch in abgewandelter Form – schon seit vielen Jahrhunderten gefertigt. Immer wieder kommt es auch zur Kreation neuer Produkte als Antwort auf die sich ändernden Lebens¬umstände. Es hat sich auch eine Auftragskunst für in- und ausländische Käufer entwickelt.

Zum einen gibt es die kleinen Alltagsobjekte, die Kindern gegeben werden. Diese sollen helfen, die späteren Aufgaben als Erwachsene bereits im frühen Alter durch Imitation zu lernen. Dieser Brauch hat in Mexiko vorspa¬nische Wurzeln: bei der Feier der Namensgebung wurden neben das Neugeborene Miniaturen gelegt, um so positiven Einfluss auf seine Entwicklung zu nehmen. Zum anderen werden Gegenstände in verkleinerter Form für magische Zwecke benutzt: als Amulette und Glücksbringer, sowie als Opfergaben bei religiösen Ritualen. Noch immer dienen sie als Votivgaben, aber auch als wichtige Utensilien bei Heilritualen und Regenbittfeiern. Zu christlichen Festen – vor allem zu Weihnachten –  werden Miniaturen mit einem der vielleicht am häufigsten dargestellten Motive gefertigt: die Geburt Jesu in Form von Krippenszenen. Von diesen gibt es mehrere in der Ausstellung zu sehen.

Eintritt für die Sonderausstellung: 1,- Euro, bis 16 Jahre frei

Lesen Sie die Presseinladung als pdf.

Völkerkundemuseum Herrnhut
Staatliche Ethnographische Sammlungen Sachsen
Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Goethestraße 1, 02747 Herrnhut
Telefon/Fax: 035873/2403
www.voelkerkunde-herrnhut.de
voelkerkunde.herrnhut@ses.museum

Dr. Stephan Adam
Pressesprecher und Leiter Kommunikation
Staatliche Kunstsammlungen Dresden
Postfach 12 05 51
01006 Dresden                                                      
Tel. ++49-351-49 14 2643
Fax ++49-351-49 14 2366
presse@skd.museum
www.skd.museum


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