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Women Cross Media

Fotografie, Porzellan und Druckgrafik aus Japan und China

3. März bis 5. Juni 2017
Eine Ausstellung des sammlungsübergreifenden Forschungsprogramms Europa/Welt im Rahmen des Ausstellungsprojekt Dresden • Europa • Welt, im Sponsel-Raum des Neuen Grünen Gewölbes im Residenzschloss

"Women Cross Media" widmet sich der medienübergreifenden Frage, wie in der ostasiatischen Kunst vom frühen 18. bis ins späte 19. Jahrhundert Weiblichkeit im Bild konstruiert wurde – im Dialog von Objekten aus der Porzellansammlung, der Fotosammlung des Museums für Völkerkunde Dresden und aus dem Kupferstich-Kabinett.

  • Unbekannter Fotograf, „Whispering“,  Japan, 1870–1900, Albuminpapier, koloriert, 26,4 × 20,2 cm, Museum für Völkerkunde Dresden, Copyright: SKD
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  • Unbekannter Fotograf, „Kyoto Girls“ (Drei Kurtisanen), Kyoto, aus dem Fotoalbum „Japan III“, 1880–1900, Albuminpapier, koloriert, montiert auf Untersatzkarton, 25,1 × 19,7 cm, Seite: 54,5 × 38,5 cm, Album: 56 × 41 × 5 cm, Museum für Völkerkunde, Copyright: SKD
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  • Shanghai Dispensary Photographer (Atelier), Porträt einer sitzenden jungen Frau, Ningpo, 1900, Silbergelatinepapier, montiert auf Untersatzkarton, 15 × 10,6 cm, Untersatzkarton: 23,6 × 18,3 cm, Museum für Völkerkunde, Copyright: SKD - Bild öffnet sich in einer Vergrößerungsansicht.


"Bilder der schönen Frauen" zählen zu den zentralen Bildthemen sowohl der chinesischen als auch der japanischen Kunst. In der frühen Entwicklung der chinesischen Malerei spielte zunächst die Vermittlung moralisch-didaktischer Werte eine große Rolle. Mit dem steigenden Interesse am Alltagsleben während der Tang-Zeit (618–907) wurden Frauen zum dekorativen Motiv.

Japanische Porzellane der Genroku-Zeit (1688–1704) oder die Souvenirfotografien der Meiji-Zeit (1868–1912) zeigen hingegen Frauen aus dem Unterhaltungsmilieu. Spätestens zu diesem Zeitpunkt verschmolzen traditionelle ostasiatische Ikonografie und Fantasien westlicher Rezipienten als potenzielle Sammler dieser Objekte zu einer eigenen Bildsprache. Die Japan-Mode und das aufkommende ethnografische Interesse an Asien im ausgehenden 19. Jh. verstärkte die Bildproduktion. Aspekte wie Kommerzialisierung, Schönheitsideale und daraus resultierende Stereotypenbildung sollen im medialen Vergleich kritisch beleuchtet werden.