Tizian – Die Dame in Weiß
20. März bis 15. August 2010
Kaum ein Künstler wurde für seine Porträts so gefeiert wie Tizian. Kaiser, Fürsten, Adlige und reiche Auftraggeber saßen dem venezianischen Renaissance-Maler (um 1488 – 1576) Modell. Die „Dame in Weiß“ ist eines seiner anmutigsten, aber auch rätselhaftesten Bildnisse. Dieses Meisterwerk wird jetzt erstmals nach der Restaurierung in einer Ausstellung in Dresden vorgestellt. Die diffizilen Arbeitsschritte des Restaurators werden ebenso erläutert wie die Maltechnik des Künstlers.
Die „Dame in Weiß“ wirft viele Fragen auf. Ihre Identifizierung ist ungewiss: Handelt es sich um Tizians Tochter Lavinia oder um ein uneheliches Kind? Ist seine Geliebte dargestellt oder ein Ideal weiblicher Schönheit? Die Ausstellung untersucht diese Fragen im Kontext der venezianischen Porträtmalerei. Zu sehen sind Gemälde aus Venedig und Oberitalien, u. a. von Tizian, Veronese, Tintoretto und Leandro Bassano.
Eigens werden dazu auch Werke aus dem Depot der Gemäldegalerie Alte Meister ans Tageslicht geholt. Eine weitere Sektion behandelt die Bedeutung der Farbe Weiß in der Mode der Zeit. Stellt das Gewand der „Dame in Weiß“ ein Brautkleid dar? Was verkörpert der Fächer in ihrer Hand, wer trägt solchen Schmuck? Historische Kleidungsstücke und Accessoires sowie einer der ganz seltenen erhaltenen Fahnenfächer vermitteln den sinnlichen Reiz in der Mode der Zeit.



