Zur Hauptnavigation

Zum Inhalt

Zur Bereichsnavigation

Martin Luther und die Reformation in der Medaillenkunst

22. Juni bis 17. September 2017
Ausstellung des Münzkabinetts im Residenzschloss, Neues Grünes Gewölbe, Sponsel-Raum

Als markanter Wendepunkt der Geschichte steht die von Martin Luther ausgehende Reformation für den Beginn eines neuen Zeitalters, mit dem der Übergang von der mittelalterlichen in die moderne Welt eingeleitet wurde. Im Lutherjahr 2017 zeigt das Münzkabinett eine Auswahl seiner reichen Bestände an Medaillen und Gedenkmünzen zu den wichtigen Ereignissen und Protagonisten dieses weltgeschichtlichen Ereignisses, das im kursächsischen Wittenberg 1517 seinen Ausgangspunkt nahm.

Dabei spielen Medaillen, als ein in der Renaissance entstandenes Medium der bildenden Kunst, mit ihrer Reproduzierbarkeit und Handlichkeit bei der Institutionalisierung und Verbreitung der neuen Lehre seit dem 16. Jahrhundert eine wichtige Rolle.

  • Sebastian Dadler, Medaille auf die erste Jahrhundertfeier der Augsburger Konfession, 1630, Silber, geprägt, Münzkabinett, Copyright: Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Foto: Nora Henneck
 - Bild öffnet sich in einer Vergrößerungsansicht.
  • Kurfürst Johann Friedrich von Sachsen, Herzog Moritz von Sachsen, Landgraf Philipp von Hessen, Doppeltaler auf die Gefangennahme Herzog Heinrichs von Braunschweig, 1545, Silber, geprägt, Münzkabinett, Copyright: Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Foto: Kathleen Dittrich
 - Bild öffnet sich in einer Vergrößerungsansicht.
  • Georg Wilhelm Vestner, Herzog Christian von Sachsen-Weißenfeld, Medaille auf 200 Jahre Reformation, Rückseite, 1717, Gold, geprägt, Copyright: Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Foto: Kathleen Dittrich
 - Bild öffnet sich in einer Vergrößerungsansicht.
  • Hieronymus Magdeburger, Medaille mit dem Bildnis Martin Luthers, 1533, Silber, gegossen, Münzkabinett, Copyright: Staatliche Kunstsammlungen Dresden, Foto: Martina Vogel - Bild öffnet sich in einer Vergrößerungsansicht.


Die Ausstellung zeigt schwerpunktmäßig zwei Facetten der Rezeption der Reformation in der Numismatik:  Zum einen die zeitgenössischen und postumen, bis in die Moderne reichenden Porträts Martin Luthers und anderer Reformatoren wie Johannes Calvin und Huldrych Zwingli im Medaillenrund. Zum anderen, ausgehend von geschichtlichen Ereignissen im 16. Jahrhundert, die zur Entstehung der reformatorischen Landeskirchen führten, die verschiedenen Reformationsjubiläen, die in den nachfolgenden Jahrhunderten bis in die Gegenwart gewürdigt wurden.

Ergänzt werden diese beiden Themengebiete durch einen Einblick in die Bilder und Sprüche im Dienst der Reformation, die im 18. Jahrhundert zu besonderer Blüte gelangen. 

Als authentische Zeugnisse aus dem Besitz Martin Luthers runden zudem der Siegelring und der Deckelbecher vom Grünen Gewölbe die Exposition ab.