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GRASSI invites #4: Tattoo und Piercing

Die Welt unter deiner Haut

17. März bis 10. September 2017 - Teil 1: Showtime!
22. September 2017 bis  7. Januar 2018
- Teil 2: (un)covered
Eine Ausstellung des GRASSI Museum für Völkerkunde zu Leipzig

Mit der Reihe GRASSI invites wurden erste Experimente unternommen neue Präsentationen, Diskurse und Methoden in Zusammenarbeit mit Künstlern und anderen Akteuren zu erproben. Mit GRASSI invites #4: Tattoo und Piercing – Die Welt unter der Haut führt das Museum dies in einem zweiteiligen Ausstellungsprojekt fort. Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, aktiv an der Erstellung eines lebendigen Tattoo- und Piercing-Archivs und einer anschließenden Ausstellung mitzuwirken.

Immer mehr Menschen in Deutschland tragen Tattoos und Piercings. Diese erzählen von Liebe, persönlichen Schicksalen, politischen Einstellungen, zeigen Mangas, Helden, Musikgeschmack, präsentieren Gottheiten des Shinto- und Hinduismus oder offenbaren das ästhetische Empfinden der Träger.

Unter dem Motto „Showtime - Du gehörst ins Museum!“ lädt das Museum im ersten Projektteil alle ein mit ihren persönlichen Geschichten ein Archiv der Gegenwart, ein „Living Archive“ zu formen. Die Grundlage bildet ein Fotostudio, in dem unterschiedliche Fotografen tätowierte und/oder gepiercte Menschen fotografieren und diese mit persönlichen Geschichten Einblicke in die Körperkunst der Gegenwart geben. Das eigens für die Schau aufgestellte Fotostudio mit Wohnzimmer-Ambiente wurde von den Leipziger Designern Nanna Funke und Steffen Sendelbach (Büro Funkelbach) eingerichtet. Die Aufnahmen können als Souvenir mitgenommen und in der kommenden Ausstellung präsentiert werden.

Der erste Teil des Projekts dient dazu, die Besucherinnen und Besucher in Workshops, Diskussionen, Konzerten und Performances zu ermuntern, ihre Ideen und Wünsche für den folgenden Ausstellungsteil einzubringen. Welche Bedeutung haben Tattoo und Piercings für die Menschen heute, was verbirgt sich hinter den Motiven und woher kommt die Faszination?

Das „Living Archive“ bildet die Grundlage für die folgende Ausstellung (un)covered, den zweiten Teil des Projekts. Ausgehend von den zahlreichen Geschichten und Fotografien entsteht von der lokalen Perspektive ausgehend eine globale Schau. Anhand von Objekten, Fotografien, Zeichnungen aus den Sammlungen der Völkerkundemuseen in Leipzig, Dresden und Herrnhut und Performances sowie zeitgenössische Kunst eröffnet das Museum neue Perspektiven auf das intime, aber immer öfter sichtbare Thema der Tattoos und Piercings.