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Zinzendorf, Herrnhut und die Mission

Gemeinschaftsausstellung des Völkerkundemuseums Herrnhut mit dem Unitätsarchiv Herrnhut
27. März -19. August 2012
Völkerkundemuseum Herrnhut

Die gemeinsame Sonderausstellung mit dem Unitätsarchiv Herrnhut widmet sich dem Wirken von Nikolaus Ludwig Reichsgraf von Zinzendorf (1700-1760) für die Entstehung der Erneuerten Brüder-Unität, der Entwicklung des Ortes Herrnhut in der Oberlausitz sowie für die Herrnhuter Mission, die wiederum die Basis für ethnographische Beobachtungen und Sammlungen der Missionare bildete. Diese Sammlungen sind auch in der Gegenwart von Bedeutung, um Kenntnisse über andere Völker zu vermitteln. Für die betreffenden Völker selbst stellen diese Sammlungen heute wertvolle Zeugnisse ihrer eigenen Kulturgeschichte dar und dienen zum Teil als Vorbild für die Wiederbelebung kultureller Traditionen.

Ein Schwerpunkt der Ausstellung werden frühe universalhistorische Arbeiten von Angehörigen der Brüder-Unität sein, die stets auch umfangreiche Teile zur Ethnographie der betreffenden Ethnien enthalten und bis zur Gegenwart wertvolle Quellen für kulturhistorische Forschungen darstellen. Dazu kommen Ethnographica, die in vielen Fällen zu den frühen musealen Objekten aus den jeweiligen Regionen gehören.

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  • Völkerkundemuseum Herrnhut

    Das Völkerkundemuseum Herrnhut bewahrt einzigartige Zeugnisse aus Alaska und Afrika, aus Asien oder Amerika und zeigt sie dem, der sich auf den Weg macht – nicht in die weite Welt, sondern nach Herrnhut.

    Seit 1732 gingen Angehörige der in Herrnhut gegründeten Brüder-Unität (Moravian Church) zu verschiedenen Völkern, um das Evangelium zu verkünden. Zahlreiche Missionare beschäftigten sich mit Sprache und Kultur der jeweiligen Menschen und brachten faszinierende Gegenstände nach Deutschland mit. Diese ethnographischen Sammlungen und die in vielen schriftlich festgehaltenen Beobachtungen der Missionare trugen mit zur Herausbildung der völkerkundlichen Wissenschaft bei. Auch andere Disziplinen wie Sprachwissenschaft, Geographie, Botanik und Zoologie verdanken den Missionaren einen Teil ihrer Grundlagenliteratur.

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  • Neues Magazingebäude

    Von August 2010 bis Januar 2012 wurde ein neues, mit dem Altbau verbundenes Magazingebäude auf dem Hofgelände des Herrnhuter Völkerkundemuseum errichtet. Keller und Erdgeschoss des Neubaus beherbergen künftig das Depot der Sammlung und wurden mit modernen Fahrregalanlagen ausgestattet. Damit konnten optimale Bedingungen für die dauerhafte Bewahrung der wertvollen ethnographischen Bestände vor Ort geschaffen werden. Die erste Etage des Neubaus bietet Platz für Sonderausstellungen.

    Mit dem Abschluss der Baumaßnahmen erwartet die Besucher nun ein renoviertes und durch den Einbau einer Rampe und eines Aufzuges barrierefreies Museum. Der Eingangsbereich mit Empfangsraum, Kasse und Information präsentiert sich in einem modernen, offenen Ambiente. Die aus der Zeit vor der Schließung bekannte Dauerausstellung wird den Besuchern mit neuen Akzenten präsentiert. So ist etwa der Ausstellungsbereich mit Gegenständen, die nach der dritten Weltreise des englischen Kapitäns und Entdeckers James Cook nach Europa gelangten, neu gestaltet und inhaltlich erweitert.