Ausstellung des Museum für Sächsische Volkskunst, Jägerhof
26. November 2011 - 29. Januar 2012
„Alle Jahre wieder“ präsentiert sich das Museum für Sächsische Volkskunst in der Adventszeit voller Leben und weihnachtlichem Treiben: geschmückte Christbäume verzieren die altehrwürdigen Hallen des Jägerhofs und laden zu einem stimmungsvollen Rundgang durch das Haus ein.
Als besondere Weihnachtsgabe zeigt das Museum den kürzlich erworbenen Nachlass von Anton Günther (1876-1937). Der mit seinen Liedern wie etwa „Arzgebirg wie bist du schie“ (1927), „S´is Feierobnd“ (1903), „'s Annl mit'n Kannl“ (1904) oder „Da Ufnbank“ (1899) zu einem der bekanntesten Volksdichter und Sänger des Erzgebirges wurde. Er begründete mit seinen emotionalen und humorvollen Liedern nicht nur das Genre des erzgebirgischen Heimatliedes, sondern zugleich mit seiner Kleidung bestehend aus Jägerhut, Lodenanzug und Pfeife das Bild des Heimatsängers. Seine griffigen Balladen, Idyllen und Betrachtungen, die er als erster mit selbstverlegten Liedpostkarten vertrieb, prägen noch bis heute das Bild vom Erzgebirge.
Noch bevor der Nachlass des Volksdichters wissenschaftlich ausgewertet wird, bietet das Volkskunstmuseum einen ersten Einblick in ausgewählte Briefe, Bilder und persönliche Erinnerungsstücke. Als eines der Highlights der Ausstellung ist die Originalgitarre und die vollständigen Serien der begehrten Liedpostkarten zu nennen. Auch Familienfotos, Reiseaufnahmen und Schreiben öffnen persönliche Einblicke in die Privatwelt von Anton Günther.