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Timm Rautert

Bildanalytische Photographie 1968 – 1974

2. Juli bis 25. September 2016
Eine Ausstellung des Kupferstich-Kabinetts im Residenzschloss

Timm Rauterts Werkzyklus "Bildanalytische Photographie" darf als ein Hauptwerk der Fotografie in den 1960er und 1970er Jahre gelten. Erstmalig wird die 56 Einzelpositionen umfassende Werkgruppe in Gänze präsentiert, nachdem sie 2014 für die Sammlung des Dresdner Kupferstich-Kabinetts gewonnen werden konnte.

Mit der "Bildanalytischen Photographie" führt Timm Rautert uns die Bedingungen fotografischen Arbeitens vor Augen, von der Aufnahme bis zum Entstehen des Bildes unter dem Vergrößerungsgerät im Labor. Ein planvoll ausgearbeitetes Ensemble analoger Schwarzweiß- und Farbfotografien, Bild-Text-Kompilationen, Bedienungsanleitungen und Versatzstücken fotografischen Materials provoziert grundlegende Fragen, was Fotografie als Medium bedeutet, was von ihr erwartet wird und wie sie die Wahrnehmung von Welt aktiv mitprägt. Obwohl Rauterts Werk von theoretisch-konzeptuellen Fragen durchzogen ist, bleibt es zugänglich – nicht zuletzt durch den subtilen Humor des Künstlers. Bislang unveröffentlichte Notizen und Skizzenmaterial zu der Werkgruppe kommentieren sie begleitend, legen den Blick auf ihre Entstehung frei und beleuchten Rauterts eigene Bezeichnung des Kompendiums als eine "Grammatik" der Fotografie.

  • Ausstellungseröffnung, Timm Rautert. Bildanalytische Photographie 1968-1974, Copyright: SKD, Foto: Oliver Killig
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  • Ausstellungseröffnung, Timm Rautert. Bildanalytische Photographie 1968-1974, Copyright: SKD, Foto: Oliver Killig - Bild öffnet sich in einer Vergrößerungsansicht.


Pressestimmen

"Was Rautert liefert, ist Fotografie über Fotografie. In Bildern denkt er nach über die Rolle derer, die Fotos machen und die sie ansehen." – Sächsische Zeitung

"Mit leichter Hand …" – Süddeutsche Zeitung

"Was für ein Coup!" – Frankfurter Allgemeine Zeitung

  • Die Kuratorinnen Rebecca Wilton (l.) und Linda Conze mit Timm Rautert…
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  • …im Fotoautomaten im Kleinen Schlosshof. - Bild öffnet sich in einer Vergrößerungsansicht.


Mit dem dauerhaften Eingang in die Sammlung des Kupferstich-Kabinetts und seinen reichen Beständen an Druckgraphik erhält Rauterts fotografisches Werk einen neuen materiellen und diskursiven Kontext. Fragen nach künstlerischer Identität, nach Einzelbild und Serie oder nach Täuschung und Manipulation sind Themen, die sich wie ein roter Faden durch die Geschichte der reproduzierenden Medien ziehen. Sie werden in der Ausstellung in Gegenüberstellungen mit exemplarischen Werken von Holbein über Rembrandt und Canaletto bis hin zu Baselitz aufgezeigt. Über die Epochen hinweg eröffnet sich damit ein Dialog der Medien – zu ihren jeweiligen Voraussetzungen, über Fragen von Autorenschaft und Technik, über Original und Reproduktion.

  • Symposium 16./ 17. September 2016

    Im Rahmen der Ausstellung veranstaltet das Kupferstich-Kabinett ein Symposium, beginnend mit einem öffentlichen Abendvortrag von Prof. Dr. Peter Geimer über den Eigenwert der Fotografie im Zeitalter des Digitalen. Am Samstag werden in sechs Vorträgen verschiedene Aspekte der Bildanalytischen Photographie vorgestellt und diskutiert. ...mehr