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Statthalter, Rebellen, Könige.

Die Münzen aus Persepolis von Alexander dem Großen zu den Sasaniden

Eine Ausstellung des Münzkabinetts, Hausmannsturm, Residenzschloss
31. März - 4. November 2012

Die von der Staatlichen Münzsammlung München übernommene Ausstellung präsentiert nahezu 200 Münzen der regionalen Herrscher des iranischen Kernlandes, der Landschaft Persis (die heutige Provinz Fars) um das antike Persepolis aus der Zeit der fünf sogenannten „dunklen Jahrhunderte“ vom 3. Jh. v. Chr. bis zum frühen 3. Jh. n. Chr. Der weltweit herausragende Bestand geht in seinem Kern auf eine Schenkung zurück.

Persepolis, die „Stadt der Perser“, war eine Gründung des achaimenidischen Großkönigs Dareios I. (522-486 v. Chr.). Auf einer ca. 15 ha großen Terrasse errichteten er und seine Nachfolger zahlreiche Paläste und Gebäude, darunter der Audienzsaal (Apadana) mit seinem großartigen Reliefschmuck. Eine von Alexander dem Großen (336-323 v. Chr.) verantwortete Brandlegung führte zu weitreichenden Zerstörungen auf der gesamten Anlage. Dennoch hielten die in der Persis regierenden Fürsten, ohne je selbst ein Großreich begründet zu haben, die alte iranische Tradition am Leben und schufen so die Voraussetzung für die auf dieser Tradition fußenden Gründung des neupersischen Reiches der Sasaniden über 500 Jahre später.

Die seltenen Münzen bilden bei weitem die wichtigste Quelle für die Kenntnis über die Zeit der Statthalter, Rebellen und Könige der zentraliranischen Landschaft Persis. Sie erlauben einen Blick in eine weitgehend unbekannte Welt, abseits der vertrauteren griechischen und römischen Antike.