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Schmuck und Skulptur aus Afrika

Die Schenkung Seibt

25. November 2016 bis 26. Februar 2017
Eine Ausstellung des Völkerkundemuseums Herrnhut

Im Mai 2016 erhielt das Völkerkundemuseum Herrnhut von Frau Dr. Uta Seibt und Herrn Dr. Friedrich Seibt aus Starnberg-Landstetten eine umfangreiche Schenkung. Die dem Herrnhuter Museum überlassene Sammlung umfasst ca. 200 Objekte: Masken und Skulpturen aus West- und Zentralafrika, Glasperlen-Figuren aus Südafrika sowie kunsthandwerkliche Erzeugnisse aus mehreren Regionen Afrikas. Besonderen Raum nimmt der Schmuck ein, der vorwiegend aus Glasperlen gefertigt wurde und von Zulu u. a. Ethnien Südafrikas sowie von den ostafrikanischen Turkana und Massai stammt. Auch zahlreiche Bücher, Dia-Positive sowie etwa 180 Ansichtskarten aus Afrika gehören zur Sammlung, die die vielfältige kulturelle Entwicklung der jüngeren Vergangenheit in einzelnen Regionen Afrikas erkennbar werden lässt.

Dr. Uta Seibt war als Wissenschaftlerin am Max-Planck-Institut für Verhaltensphysiologie in Seewiesen (bei Starnberg, Bayern) tätig. Zwischen 1970 und 2000 führten sie jährliche Forschungsaufenthalte in verschiedene Regionen Afrikas. Neben ihren biologischen und verhaltensökologischen Studien interessierte sie sich zunehmend für kulturelle Eigenheiten der einheimischen Bevölkerung. Sie beschäftigte sich intensiv mit dem Glasperlenschmuck der Zulu und anderer ethnischer Gruppen im südlichen Afrika. Tausende solcher Schmuckstücke hat sie auf die farbliche Zusammensetzung und die damit verbundenen symbolischen Aussagen analysiert. Die Resultate ihrer Arbeit wurden in zahlreichen Publikationen veröffentlicht. Während dieser Beschäftigung begann sie gemeinsam mit ihrem Ehemann zunächst für wissenschaftliche Zwecke, bald aber auch aus Interesse und Freude an afrikanischer Kunst und Kultur Gegenstände zu kaufen und eine eigene Sammlung anzulegen.