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Schaudepot #6. Maskenbilder

4. März bis 20. April 2011

Eröffnung am 3. März 2011, 18 Uhr
Einführung und Kunstgespräch,
zu Gast: Dr. Gabriele Werner, Kunsthistorikerin Dresden (Flyer.pdf)

Mit der Ausstellung Maskenbilder öffnet der Kunstfonds – seit 2007 nun schon zum sechsten Mal – ein „Schaudepot“ und lädt das interessierte Publikum ein, selten gezeigte Werke aus der Sammlung zu entdecken sowie einen Blick in die der Öffentlichkeit üblicherweise verborgenen Räume musealer Arbeit zu werfen.
Im Mittelpunkt dieses Schaudepots steht die Maske – und damit einer der ältesten Ritualgegenstände der Menschheit, der in allen Kulturen der Welt anzutreffen ist. Neben dem Einsatz zu kultisch-rituellen oder politischen Zwecken sind in unserem Kulturkreis verschiedene Arten von Maskierung vor allem im Zusammenhang mit dem Theater, volkstümlichen Festen und Karneval anzutreffen.


In Schaudepot #6. Maskenbilder wird eine Auswahl von zwischen 1956 und 2004 entstandenen Werken sächsischer Künstlerinnen und Künstler präsentiert, anhand derer das breite Spektrum von Maskierung, Verkleidung und Rollenspiel illustriert werden soll. Ein Schwerpunkt liegt dabei einerseits auf der Maskerade in Theater und Puppenspiel, deren Rolle und Funktion in dem mit ihr verbundenen Spiel von Identität und Täuschung. Andererseits spielt auch der Aspekt der Kostümierung zu Fasching – z.B. Kinderkarneval oder Schifferfastnacht – eine zentrale Rolle. Über allem steht dabei immer die Frage nach der Bedeutung der Maske im Verhältnis zum Betrachter sowie zu der durch sie maskierten Person. Erweitert wird die Ausstellung um einzelne Darstellungen von Masken und Maskierungen mit außereuropäischem Kontext. In einem kleinen Exkurs wird zudem auf die politische Dimension der Maskierung sowie auf die Stadtgeschichte in Dresden Bezug genommen, wo der Faschingsdienstag untrennbar mit der Erinnerung an die Zerstörung der Stadt im Februar 1945 verbunden ist.

Ausgestellt werden ca. 35 Werke aus den Sammlungsbereichen Malerei, Grafik und Plastik unter anderem von Herbert Kunze, Klaus Süß, Christian Hasse, Herta Günther, Curt Querner, Claus Weidensdorfer und Jana Gunstheimer.