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Sächsische Landschaften von Johann Alexander Thiele

6. Mai bis 16. August 2015
Eine Ausstellung der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden in Kooperation mit der „Stiftung Fürst-Pückler-Park Bad Muskau“ 

Johann Alexander Thiele (1685 – 1752) gehört zu den bedeutenden deutschen Malern des 18. Jahrhunderts und kann als „Vater der sächsischen Landschaftsmalerei“ gelten. Seine in der Residenzstadt Dresden entstandenen Prospekte zeigen das Elbtal, bzw. die Umgebung von Dresden (zum Beispiel den Plauenschen Grund), Ansichten aus dem Erzgebirge sowie Zittauer Gebirge (Oybin) und dem Saaletal (Naumburg).

Ein Gemälde wie der „Blick nach Dresden von der Hoflößnitz“ mit seiner grandiosen Ansicht des Elbtals kann sicherlich auf Naturstudien zurückgeführt werden, die der Maler also vor Ort mit dem Zeichenstift auf Papier anfertigte. Das Gemälde selbst entstand dann allerdings im Atelier und wurde nach den Regeln der Kunst komponiert: Der Vordergrund ist in dunklen Brauntönen gehalten; hier lagert eine höfische Gesellschaft vor den Weinbergen der Lößnitz, auf denen Winzer die Ernte einbringen. Seitlich ragen Laubbäume über die gesamte Höhe des Bildformats auf und bilden einen ovalen Rahmen, der den Blick des Betrachters in die Tiefe lenkt. Eine visuelle Attraktion bildet auf dem Berg links das sogenannte Spitzhaus, das im warmen Licht der Morgensonne liegt. Im grünlich gehaltenen Bildmittelgrund schlängelt sich die Elbe in Richtung Dresden, das mit Augustusbrücke und den Türmen von Schloss, Frauenkirche und Kreuzkirche am Horizont zu erkennen ist.

Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden präsentieren im Neuen Schloss in Bad Muskau eine Auswahl von Landschaftsgemälden Johann Alexander Thieles, zu denen auch der „Blick nach Dresden“ gehört. Diese Prospekte – erkennbare Abbilder einer bestimmten Gegend – werden durch reine Phantasielandschaften ergänzt, die der Maler zumeist in kleinem Format ausführte.