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Rochaden

Designer treffen auf die Sammlung

20. Juni - 2. November 2014
Eine Ausstellung im Kunstgewerbemuseum in Schloss Pillnitz, Berg- und Wasserpalais

Depots sind faszinierende Orte, die in der Regel dem Publikum nicht zugänglich sind. Sie folgen in ihrem Aufbau den räumlichen und konservatorischen Bedingungen. Gerade diese scheinbare Zwangsläufigkeit und Dichte übt einen besonderen Reiz aus. Sie sind der verborgene Wissensschatz der Museen. Hier lagern Objekte, die aus Platz- oder restauratorischen Gründen nicht immer ausgestellt werden können. Diese werden nicht nur sorgfältig inventarisiert und bewahrt, sondern auch stetig wissenschaftlich bearbeitet.

Das Kunstgewerbemuseum hat fünf Designstudios - Daphna Laurens (NL), mischer’traxler (A), Loris & Livia (CH), Judith Seng (D) und Dechem (CZ) - eingeladen, sich mit seiner Sammlung auseinanderzusetzen. Der Auftrag an sie war, ein Objekt oder eine Objektgruppe auszuwählen und dafür eine Installation zu entwerfen. Damit macht das Kunstgewerbemuseum seine Sammlung einer zeitgenössischen Interpretation zugänglich und trägt dem Gründungsgedanken Rechnung, ein Ort des Dialogs zwischen Künstlerinnen und Künstlern, Herstellerinnen und Herstellern und Publikum zu sein.


Die Designerinnen und Designer verbrachten viele Stunden, mitunter Tage, im Depot und konnten sich so einen umfassenden Einblick verschaffen. Im Gegenzug hatte das Museum die Gelegenheit, von ihrem Blick auf die Sammlung zu profitieren. Die Objektauswahl der Designstudios war so bereichernd wie überraschend zugleich.

Ein Ziel der Ausstellung ist es, über die Arbeiten der Designstudios die Sammlung des Kunstgewerbemuseums neu zu erschließen und neue Präsentationsformen zu entwickeln. So sollen die Rochaden – Positions- und Blickwechsel – den Weg zu neuen Zugängen und Inspirationen weisen.

  • Daphna

    Daphna Laurens aus Eindhoven haben sich in ein unscheinbares Objekt aus der Metallsammlung verliebt, welches sie vergrößern und dessen Eigenheit sie in absurden, bewusst nicht funktionalen Objekten spiegeln.

  • mischer’traxler

    Mischer’traxler aus Wien finden ihren Ausgangspunkt in „ewigen Schatten“ vergangener Präsentationen. Diese re-interpretieren sie mittels Elektrolyse, die an die historische Technologie der Galvanos erinnert.

  • Loris & Livia

    Wer sieht schon je die Rückseite von historischen Textilien, die in ihrer Abstraktion vollkommen modern wirken und von Loris & Livia in ihrer ganzen Farbenpacht zur Schau gestellt werden?

  • Judith Seng

    Judith Seng aus Berlin wird in einem modernen „Bandltanz“ eine überdimensionale Klöppelspitze herstellen.

  • Dechem

    Dechem Studio aus Prag führen mit einem eigens kreierten Duft in die Depots von Schloss Pillnitz.