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Robert Capa

Kriegsfotografien 1943-1945

31. Juli bis 25. Oktober 2015
Eine Ausstellung des Kupferstich-Kabinetts im Residenzschloss

Robert Capas Kriegsfotografien prägen den Kanon des „spektakulären Bildes“, der sich mit der Entwicklung der Massenmedien im 20. Jahrhundert herausbildet. Seine Arbeit etablierte die gelebte und inszenierte Unmittelbarkeit des Bildes als Ausweis der Authentizität im Fotojournalismus.

Die Ausstellung verfolgt mit mehr als 110 Fotografien der Jahre 1943 bis 1945 und mit Nachrichtenmagazinen, in denen diese Bilder seinerzeit öffentlich wurden, den Weg des akkreditierten Fotografen mit dem alliierten Militär durch Europa, von der Landung in Sizilien und der Landung in Frankreich bis zum Vormarsch nach Deutschland in den letzten Kriegsmonaten. Das erklärte Ziel der Alliierten war es, der nationalsozialistischen Herrschaft ein Ende zu setzen. Von diesem Kampf, mit dem die USA zur führenden Großmacht aufstiegen, sollten Capas Bilder Zeugnis ablegen. Sie suggerieren, dass die Leser der in großer Auflage gedruckten Nachrichtenmagazine direkt und doch in schützender Distanz teilhaben an Ereignissen, die von Tag zu Tag Weltgeschichte schreiben. Sie dokumentieren diese „Weltgeschichte“ im Entstehen und bedienen eine bis heute anhaltende Sensationslust nach distanzlosen Bildern. Capas Motive der Landung der Alliierten in der Normandie am 6. Juni 1944 – dem Tag, der als D-Day in die Geschichte eingehen sollte –, der Befreiung von Paris im September 1944 und nicht zuletzt der Befreiung Leipzigs im April 1945 gingen um die Welt.

  • Robert Capa, Der Tod schlägt zu – Der Krieg geht weiter. Leipzig, Deutschland, 18. April 1945, Silbergelatinepapier,  SKD, Kupferstich-Kabinett, Copyright Robert Capa / International Center of Photography, Magnum Photos
 - Bild öffnet sich in einer Vergrößerungsansicht.
  • Robert Capa, Kollaborateurin wird von ihrem Volk verhöhnt. Chartres, Frankreich, 16. August 1944, Silbergelatinepapier, SKD, Kupferstich-Kabinett, Copyright Robert Capa / International Center of Photography, Magnum Photos - Bild öffnet sich in einer Vergrößerungsansicht.


Mit seinem Leitsatz „Sind die Bilder nicht gut genug, warst du nicht nah genug dran" etablierte Capa, der am 25. Mai 1954 durch eine Landmine im ersten Indochinakrieg starb, eine Fotografie der Teilhabe, des Risikos und des Voyeurismus.