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Rembrandt-Tizian-Bellotto

Geist und Glanz der Dresdner Gemäldegalerie

Eine Ausstellung der Gemäldegalerie Alte Meister Dresden in München, Groningen und Wien

Die Dresdner Gemäldegalerie ist eine der bedeutendsten Gemäldegalerien der Welt und zieht Jahr für Jahr Hunderttausende von Kunstinteressierten an. 2014 geht sie mit einer Wanderausstellung auf Reisen und wird ab August in der Münchner Kunsthalle der Hypo-Kulturstiftung, ab Dezember im niederländischen Groninger Museum und im Juni 2015 schließlich im Winterpalais in Wien zu Besuch sein.

Anlass für diese Gastspiele ist die 2013 begonnene, mehrjährige Sanierungsphase der Dresdner Galerie, die ihre Präsentationskapazitäten einschränkt. Die Wanderausstellung macht in dieser Zeit Teile der reichen Sammlungsbestände auch Besuchern außerhalb Dresdens zugänglich.
Insgesamt 99 Werke werden in der Schau zu sehen sein, darunter Meisterwerke wie Rembrandts „Ganymed in den Fängen des Adlers“, Tizians „Dame in Weiß“ oder Antoine Watteaus „Liebesfest“. Künstler wie Guercino, Velázquez und Anton van Dyck sind mit bedeutenden Werken vertreten.

Unter der Herrschaft der kunstsinnigen sächsischen Könige von Polen August II. und August III. erhielt die Galerie im 18. Jahrhundert ihr einzigartiges und bis heute geltendes Profil. Die Ausstellung beleuchtet in sieben thematischen Sektionen die Geschichte und Entstehung der Sammlung in der Zeit von Barock und Aufklärung. Werkgruppierungen zur höfischen Welt in Sachsen und zur Gründung der Dresdner Kunstakademie vor 250 Jahren geben Einblick in das historische Umfeld, in dem die Sammlung zu ihrer Blüte gelangte.

  • Diego Velasquez, Portrait eines Santiagoritters, Um oder nach 1635, Öl auf Leinwand, 67,3 x 56 cm, Gemäldegalerie Alte Meister © Staatliche Kunstsammlungen Dresden
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  • Antoine Watteau, Das Liebesfest, Öl auf Leinwand, 61 x 75 cm, Gemäldegalerie Alte Meister © Staatliche Kunstsammlungen Dresden
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Ein weiterer Themenkomplex gilt der historischen Präsentation der Bestände. Der für die Kunstgeschichte und Archäologie maßgebliche Kunstschriftsteller und geistige Begründer des deutschen Klassizismus Johann Joachim Winckelmann hat die Galerie vielfach besucht. Seine Beschreibungen vermitteln ein anschauliches Bild von der königlichen Galerie in der Mitte des 18. Jahrhunderts, das in der Ausstellung über Werkauswahl und Hängung wieder lebendig wird.

Die Dresdner Galerie übte eine große Anziehungskraft auf internationale Künstler aus. Die Schau thematisiert den Einfluss hochkarätiger Dresdner Kunstwerke von Raffael und Correggio über Salvator Rosa bis Antoine Watteau auf die künstlerische Produktion über Kopien und freie Aneignungen, die nach diesen Werken entstanden.

Bernardo Bellotto, Dresden vom rechten Elbufer oberhalb der Augustusbrücke, 1747, Öl auf Leinwand, 132 x 236 cm, Gemäldegalerie Alte Meister © Staatliche Kunstsammlungen Dresden
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Neben gesellschaftlichem Kontext und Galeriegeschichte wird auch das spezifische Sammlungsprofil der Dresdner Gemäldegalerie Alte Meister vorgestellt. Drei Sektionen zu den Gattungen der Landschafts-, Bildnis- und Stilllebenmalerei spiegeln inhaltliche Schwerpunkte des Bestandes. Diese sind auf die geschmacklichen Vorlieben des sächsischen Hofes und ihre gezielte Ankaufspolitik zurückzuführen. Italienische Veduten von Canaletto und Bernardo Bellotto, ideale südliche Landschaften eines Claude Lorrain und eines Gaspard Dughet oder römische Ruinen in der Tradition der Bamboccianti liefern einen eindrucksvollen Beleg für die Verbundenheit der polnischen Könige mit ihrem Sehnsuchtsland Italien.