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Norbert Tadeusz. Im Schaukabinett

4. Februar bis 6. April 2014
Eine Ausstellung des Kupferstich-Kabinetts im Albertinum, 2. Obergeschoss

Dank einer 2009 erfolgten Schenkung besitzen die Galerie Neue Meister und das Kupferstich-Kabinett umfangreiche Werkgruppen des Malers und Zeichners Norbert Tadeusz (1940-2011), die hier in einer exemplarischen Auswahl vorgestellt werden.

Norbert Tadeusz bediente sich meist herkömmlicher formaler Mittel, das Spektrum reicht von der klassischen Bleistiftzeichnung über das Aquarell bis zum Ölgemälde. Hinzu kamen das etwas experimentellere Verfahren der Collage – so übermalte er gelegentlich Ausschnitte aus Illustrierten verschiedenster Couleur – und das Malen auf ungewöhnlichen Bildträgern wie Kunststoff. Vitale Farbklänge finden sich ebenso wie die tonig gehaltene Palette, innerhalb deren Licht und Dunkel die Bildwirkungen tragen.

Thematisch und motivisch blieb Tadeusz immer nahe an der realistischen Tradition. Eines seiner favorisierten Themen ist die menschliche Figur, häufig als Akt im Raum, posierend oder sich bewegend, wobei Scheu und Scham der Modelle vor dem Künstler ebenso überwunden erscheinen wie die des Künstlers vor dem Bildbetrachter.

  • Norbert Tadeusz, Stillleben mit Äpfeln und zwei roten Chilibohnen, 1962, Kupferstich-Kabinett, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, copyright: VG-Bildkunst 2014
 - Bild öffnet sich in einer Vergrößerungsansicht.
  • Norbert Tadeusz, Liegende Frau nach links, 1970, Kupferstich-Kabinett, Staatliche Kunstsammlungen Dresden, copyright: VG-Bildkunst 2014 - Bild öffnet sich in einer Vergrößerungsansicht.

Tadeusz, der unter anderem bei Joseph Beuys an der Staatlichen Kunstakademie in Düsseldorf studiert hatte, lehrte an der in Münster befindlichen Abteilung dieser Hochschule von 1973 bis 1981 zunächst als  Dozent und bis 1988 als Professor, erhielt dann eine Berufung an die Berliner Hochschule der Künste und folgte schließlich 1991 einem Ruf an die Braunschweiger Hochschule für Bildende Künste.