Zur Suche

Zur Hauptnavigation

Zum Inhalt

Zur Bereichsnavigation

Kasper. Eine deutsche Karriere

Eine Ausstellung des Museums für Sächsische Volkskunst mit Puppentheatersammlung
27. November 2010 bis 25. April 2011

Im Puppentheater hat es stets Helden und lustige Figuren gegeben, mit denen sich die Zuschauer identifizieren konnten. Seit über 200 Jahren trägt diese Figur nun den Namen Kasper. Vom Anarchisten, Raufbold, Angsthasen und Faulpelz wandelte er sich im Laufe der Zeit als Erzieher zu einem nützlichen Mitglied der Gesellschaft. Man hat ihn gebraucht und missbraucht, geliebt und abgelehnt. In der NS-Zeit wurde er ein deutscher Held und seine Nase vorsichtig begradigt. In der DDR war kein Platz mehr für ihn. Statt seiner sollten sozialistische Helden auf die Bühne, bis schließlich Kaspers plebejische Wurzeln entdeckt wurden. So konnte er in den achtziger Jahren seine politische Dimension im Spiel für Erwachsene zurückgewinnen. Die Ausstellung stellt den Kasper im Kreise seiner Familie, Freunde und ausländischen Kollegen vor.

  • Kasper mit den höllischen Furien, Handpuppen für „Das Puppenspiel vom Dr. Faust“, Foto: Frank Höhler, © SKD
  • Kaspar, um 1946/49, Foto: Frank Höhler, © SKD
  • Drei Handpuppen aus dem Kaspertheater von Christian Heinrich Niedermeier, Foto: Frank Höhler, © SKD