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Die Universalmünzsammlung des Weinhändlers und Kunstliebhabers Ernst Otto Horn aus Meissen

18. Oktober 2014 bis 18. Januar 2015
Eine Ausstellung des Münzkabinetts im Sponselraum, Neues Grünes Gewölbe, im Residenzschloss

Die mehr als 46.000 Exemplare umfassende Münzsammlung des Kaufmannes Ernst Otto Horn (1880-1945) aus Meißen gilt als letztes Zeugnis der einst in Sachsen vorhandenen privaten Universalmünzsammlungen. Eine 2010 geschlossene Vergleichsvereinbarung zwischen der Meißner Otto-und-Emma-Horn-Stiftung als Eigentümer und dem Freistaat Sachsen bildete die Grundlage für den Ankauf numismatischer Objekte aus dieser Münzsammlung. Mit finanziellen Mitteln des Freistaates Sachsen sowie mit Geldspenden der Fritz Rudolf Künker GmbH & Co. KG, Osnabrück, in Verbindung mit der Stiftung eines privaten Sammlers konnten insgesamt 10.554 wissenschaftlich und museal bedeutsame Stücke für das Dresdner Münzkabinett gesichert und damit für die Öffentlichkeit erhalten werden.

Die Ausstellung präsentiert eine Auswahl besonders qualitätsvoller und seltener Objekte aus den erworbenen Konvoluten. Gezeigt werden etwa 260 Münzen und Medaillen aus dem 10. bis 20. Jahrhundert. Schwerpunkte bilden meißnisch-sächsische Gepräge des Mittelalters sowie neuzeitliche sächsische Münzen und Medaillen der albertinischen und ernestinischen Linie. Außerdem stellen die vorzüglichen Talerprägungen verschiedener Reichskreise des Heiligen Römischen Reiches Deutscher Nation und italienische Münzen eine besondere Bereicherung für die Sammlung dar. Die durch Dokumente und Publikationen ergänzte Exposition gewährt nicht nur einen Einblick in die Vielfalt und Schönheit einer ehemals privaten Münzsammlung von herausragender Bedeutung, sie würdigt auch die Verdienste des Kunstliebhabers und Mäzens Ernst Otto Horn.