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Die Faszination des Sammelns

Meisterwerke der Goldschmiedekunst aus der Sammlung Rudolf-August Oetker

Ausstellung des Grünen Gewölbes in Kooperation mit der Kunstsammlung Rudolf-August Oetker GmbH, Residenzschloss, Neues Grünes Gewölbe (Sponselraum) und sog. "Bilderkabinette"
21. September 2011 bis 22. Januar 2012

Für vier Monate präsentieren die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden eine Auswahl erlesener Goldschmiedewerke aus der Sammlung des Bielefelder Unternehmers Rudolf-August Oetker, der im September 95 Jahre alt geworden wäre. Seine hochrangige Kollektion genießt internationalen Ruf und bietet exemplarisch einen breiten Überblick über den Bereich der deutschen Goldschmiedekunst.

Bei den rund 70 Werken handelt es sich überwiegend um Trinkgefäße aus Renaissance und Barock, geschaffen von berühmten Meistern aus Nürnberg, Augsburg, Hamburg und Dresden, aber auch um außergewöhnliche Arbeiten, die abseits der Goldschmiedemetropolen entstanden sind. Die Ausstel­lung bietet die einmalige Gelegenheit, diese nur selten gezeigten Schätze einem größeren Publikum vor Augen zu führen. Ein reich bebilderter Katalog des Hirmer-Verlags wird das Vorhaben begleiten.

Den Kuratoren der Ausstellung ist es ein Anliegen, die Goldschmiedearbeiten unter verschiedenen Aspekten zu beleuchten und zu betrachten, um so das Phänomen „Goldschmiedekunst“ in seiner künstlerischen und kulturhistorischen Dimension zu erfassen. Die Bedeutung der repräsentativen Pokale als Prestigeobjekte des Nürnberger Patriziats soll dabei ebenso im Fokus stehen wie die Funktion der Trinkspiele in Gestalt von Schiffen oder Windmühlen, die für die trinkfreudige höfische Tafelkultur unentbehrlich waren. Der Blick wird nicht nur geschärft für die Vielfalt der technischen Möglichkeiten, sondern auch für die unerschöpfliche Phantasie der Goldschmiede, deren Kreationen unsere Vorstellung  einer vergangenen Kultur mit Leben erfüllen.