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Die Apels

Eine Dresdner Puppenspielerfamilie zwischen Kaiserreich und DDR

Ausstellung der Puppentheatersammlung im Museum für Sächsische Volkskunst mit Puppentheatersammlung
28. Mai 2011 bis 20. Mai 2012

Über einen Zeitraum von fast 100 Jahren galten die Apels als die Puppenspielerfamilie Dresdens. In verschiedenen politischen Systemen fanden sie immer wieder ihr Publikum. Sie spielten mit Marionetten aus dem 18. Jahrhundert Texte des 17. Jahrhunderts, widmeten sich aktuellen Themen wie der Dreyfus-Affäre und dem Hauptmann von Köpenick und waren Pioniere im Bereich des Kinos. Sie gastierten in den gutbürgerlichen Theatersälen der Dresdner Altstadt genauso wie in den Arbeitervierteln. Von erzgebirgischen Dörfern führte ihr Weg durch ganz Europa bis Finnland, Rumänien und Italien.

Das erste Theater, das nach dem Zweiten Weltkrieg im zerstörten Dresden seine Pforten öffnete, gehörte natürlich einem Apel. Bis 1952 war es eine Erfolgsgeschichte, dann kamen die Spielverbote in der DDR … Manche der bis zu 220 Jahre alten Marionetten in der Ausstellung sind einst vor Kurfürsten aufgetreten, andere vor Volkskammerpräsidenten. Gewöhnlich saß aber das Volk vor der Bühne. Die Apels wollten mit ihren Theatern den Menschen Freude bereiten, sie zum Lachen und zum Weinen bringen. Die Ausstellung zeigt Figuren aus den verschiedenen Zweigen der Familie. Ganze Szenen mit Bühnenbildern werden rekonstruiert und so der ästhetische Wandel im Laufe der Jahrzehnte veranschaulicht.

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