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Der frühe Vermeer

Eine Ausstellung der Gemäldegalerie Alte Meister
3. September bis 28. November 2010

Im Rahmen einer internationalen Museumskooperation präsentieren die Dresdner Gemäldegalerie Alte Meister, das Mauritshuis in den Den Haag und die National Gallery of Scotland in Edinburgh jeweils die drei Frühwerke Vermeers: Diana und ihre Gefährtinnen, um 1653/54; Christus bei Maria und Martha; um 1654/55 sowie Bei der Kupplerin, 1656. Bereits in seinen frühen Werken tritt Johannes Vermeer (1632-1675) dem Betrachter als Meister seines Fachs entgegen.

In Dresden werden jedem dieser drei Frühwerke des Meisters Gemälde anderer Künstler gegenübergestellt, die sowohl den Ausgangspunkt für Vermeers Suche nach dem eigenen Stil als auch seine Eigenständigkeit gegenüber den Vorbildern besonders augenfällig machen. Nationale und internationale Leihgaben von bedeutenden Künstlern wie Jacob van Loo, Jan van Bijlert, Matteo Rosselli und Simon Peter Tilmann gewähren einen tiefen Einblick in Vermeers frühe Phase der Bildentwicklung.

Vermeers Brieflesendes Mädchen am offenen Fenster aus der Zeit um 1659 wird ebenfalls zu sehen sein. Es gelangte 1742 in den Bestand der Gemäldegalerie Alte Meister und wurde fortan in einem vergoldeten Rokokorahmen, also dem sogenannten „Dresdner Galerierahmen“, präsentiert. Nach über 250 Jahren wird das Bild jetzt erstmals wieder in einem typischen holländischen Schmuckrahmen zu sehen sein. Eine Auswahl bedeutender Arbeiten des Kunsthandwerks, wie Möbel, Vasen, Gläser und Teller, begleitet die Präsentation des Gemäldes und verdeutlicht dessen Entstehungsprozess.

  • Jan Vermeer van Delft, Bei der Kupplerin, 1656; © Gemäldegalerie Alte Meister
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  • Jan Vermeer van Delft, Christus bei Maria und Martha, 1654-1655; © National Gallery of Scotland, Edinburgh
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  • Jan Vermeer van Delft, Diana und ihre Gefährtinnen, um 1632-1654; © Mauritshuis, Den Haag
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  • Jan Vermeer van Delft, Brieflesendes Mädchen am offenen Fenster, um 1659; © Gemäldegalerie Alte Meister
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  • Der Nachbau des Raumes Brieflesendes Mädchen am offenen Fenster von der Hochschule für Bildende Künste Dresden ist im Rahmen der Ausstellung zu sehen. Foto: Thomas Scheufler 
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  • Der Nachbau des Raumes Brieflesendes Mädchen am offenen Fenster von der Hochschule für Bildende Künste Dresden ist im Rahmen der Ausstellung zu sehen. Foto: Thomas Scheufler 
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In der Ausstellung wird deutlich, wie stilsicher und selbstbewusst Vermeer in seinem Frühwerk Einflüsse unterschiedlichster Künstler, etwa aus Italien oder den nördlichen und südlichen Niederlanden, rezipiert und auf dieser Basis Kompositionen mit einer ganz eigenständigen und ungewohnten Wirkung entwickelt. Gleichzeitig finden sich im Werk des jungen, offenen und experimentierfreudigen Künstlers schon Merkmale, die für seinen reifen Stil entscheidend sein werden; so zum Beispiel die hohe Qualität als Figurenmaler, die intensive Auseinandersetzung mit der Lichtwirkung und die Vorliebe für eine reflektierende Ruhe in seinen Bildern.