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Torgau. Residenz der Renaissance und Reformation

19. Mai bis 31. Oktober 2017
Eine Ausstellung der Rüstkammer und des Grünen Gewölbes
Torgau, Schloss Hartenfels, Albrechtsbau

Die im Jahr 2017 im spätgotischen Albrechtsbau des Schlosses Hartenfels gezeigte Präsentation ist die fünfte Ausstellung innerhalb der Lutherdekade in Torgau, die in Kooperation der Staatlichen Kunstsammlungen Dresden mit der Großen Kreisstadt Torgau und dem Landkreis Nordsachsen entsteht.

Die Ausstellung fasst thematisch die seit 2012 gezeigten Sonderausstellungen mit einzigartigen Ausstellungsstücken zusammen. Die Themen "Das WORT im Bild. Biblische Darstellungen an Prunkwaffen", "Die sächsischen Leibtrabanten" und "Fürstenhochzeiten in Torgau" werden um die Repräsentation der sächsischen Kurfürsten und ihres Hofes zu Beginn des 17. Jahrhunderts bis in die Zeit des Dreißigjährigen Krieges ergänzt: Ein prachtvolles Fürstengewand aus italienischem Goldbrokat, reich verzierte Feuerwaffen, eine mit Blumen und Tieren in bunter Seide bestickte Jagdtasche sowie ein Trinkspiel in Gestalt einer Kanone zeigen die glanzvolle Regierungszeit des Kurfürsten Johann Georg I. von Sachsen (1585/1611-1656).

  • Reitschwert des Kurfürsten Christian I. von Sachsen mit silbernem Gefäß, Wendel unter der Linden, Dresden, um 1580-1591, Rüstkammer, Copyright: SKD
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  • Zwei Trinkspiele in Form eines sitzenden Paares, auf dem Kopf Korallenzinken, Eberhardt Lindemann, Torgau, um 1600, Grünes Gewölbe, Copyright: SKD
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  • Prunkkleid Johann Georgs I. von Sachsen, aus italienischem Goldbrokat, um 1625-30, Rüstkammer, Copyright: SKD - Bild öffnet sich in einer Vergrößerungsansicht.


Die Ausstellung thematisiert darüber hinaus Torgau als Zentrum der Goldschmiedekunst und präsentiert die im Grünen Gewölbe erhaltenen Kunstwerke. Die zauberhafte „Torgauer Apotheke“, ein indisches Perlmutterkästchen in der Fassung eines Torgauer Goldschmieds, ist ein Paradebeispiel für die Veredlung indischer Arbeiten durch europäische Goldschmiedekunst. Fantasievoll wurden auch andere exotische Materialien von Torgauer Goldschmieden verarbeitet. Ein Straußenei bildet beispielsweise den Korpus des Pelikan mit Jungen, ein Nautilus den Körper des Tafelschiffes, zwei Korallenäste krönen die Köpfe eines sitzenden höfischen Paares.

Diese erlesene Auswahl an Schätzen aus den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden lässt den Glanz des kurfürstlichen Hofes im architektonisch und reformationsgeschichtlich bedeutenden Schlosses Hartenfels in Torgau lebendig werden.